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M. Craft – Blood Moon

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M. Craft ist Songschreiber, Produzent und Composer in einer Person. Seine Wirkungsstätten liegen in Joshua Tree, London und Berlin. Craft hat schon mehrere Alben unter verschiedenen Labels, hauptsächlich aber unter dem Londoner Label Heavenly Recordings, auf dem Buckel.

Craft ist Multiinstrumentalist, die zehn Songs auf seinem neuen Album sind Piano-Improvisationen, die er zusammen mit Performern wie Seb Rochford, Kristina Train und Mary Lattimore aufgenommen hat.

„Blood Moon“ lautet das neue Album vom 40-jährigen M. Craft, das in Los Angeles entstand. Spannend daran: Die ersten Songfragmente entstanden auf einem hundert Jahre alten Piano. Die Musikwelt munkelt sogar, der Singer/Songwriter Martin Craft habe das historische Instrument so sehr in sein Herz geschlossen, dass er es mitnahm in die Stille und Einsamkeit der Mojave Wüste.

Diesen Hauch von Magie spüren wir im Titelsong „Blood Moon“ und dem chorigen „Chemical Trails“. Crafts neues Album ist die berühmte Frage vom Huhn und vom Ei. Übertragen auf die Musik von M. Crash könnte sie lauten: Was war zuerst da – die düstere Melancholie der Platte oder der Gemütszustand der kritischen Lauscher hinter den Lautsprechern?

Eine Vorahnung liefert uns der Zweizeiler-Refrain „Love Is The Devil / The Devil Is Love“. Aber ganz gleich, wie die Antwort auf die Huhn-Ei-Problematik ausfallen mag – „Blood Moon“ ist eine Klaviersonate in Reinform, ein Longplay zum Zurücklehnen.

Körperlich lädt es zum Entspannen ein, geistig ist es harter akustischer Tobak. Das verrät uns bereits das bewusst provokante gewählte Intro „New Horizons“: ziemlich konzeptig, ziemlich düster. Paradigmatisch gibt es einen Bruch zur Plattenhälfte. „Love Is The Devil“ schließt nicht da an, wo „Midnight“ aufgehört hat.

„Blood Moon“ wird auf der zweiten Hälfte behäbiger, geigenlastiger („Morphic Fields“), experimenteller, verträumt-herzlastig („Where Go The Dreams“), kurzum irgendwie anstrengend. Im Plattenfinale wird – wie könnte es anders sein – der Raum und Zeit überschreitenden Liebe gehuldigt. „Love Is All“ mag für die einen ein abgedroschener Songtitel sein, für die anderen die Inkarnation eines ganz großen Gefühls. „Love Is All“ ist aber auch der Instrumente zu viel, des echten Gefühls hingegen zu wenig.

„Blood Moon“ ist auf halber Strecke zusammengebrochener Kitsch, eine Prise Schwermut zu viel, eine Prise Authentizität zu wenig. Am Ende holt uns „Blood Moon“ da ab, wo wir uns gerade befinden. Dennoch fällt die Assoziation zur Dunkelheit leichter als zur Bikini-Strand-Musik mit Cocktailschirmchen.

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