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Viola Beach (Credit Fuller Beans Records)

Viola Beach – posthumes Album für die Unendlichkeit

Anfang des Jahres gab es für alle Indie-Rock-Fans eine Schreckensnachricht: die Newcomer Viola Beach starben bei einem Autounfall. Die Band war von Norrköping, wo sie einen Auftritt während des Festivals Where’s the Music? hatte, nach Stockholm unterwegs, von wo sie per Flugzeug die Heimreise antreten wollten. Bei dem Unfall starben alle vier Bandmitglieder sowie deren Manager Craig Tarry.

Als Folge der Berichterstattung wurde ihren Veröffentlichungen mehr Aufmerksamkeit geschenkt und sie erreichten dadurch mit ihrer Single “Swings & Waterslides” posthum Platz 11 in den britischen Charts.

Heute, sechs Monate später, erscheint ihr selbstbetiteltes Debütalbum via Fuller Beans Records. Darauf sind 10 neue Songs zu hören, die “Swings & Waterslides” in nichts nachstehen.

Neben der ersten Single sind auch “Boys That Sing” und “Cherry Vimto” vertreten. Die Traurigkeit und die Geschichte von Viola Beach gehen in den Liedern in Potential und Energie auf. Das Produkt ist eingängig und knüpft an Bands wie The Kooks oder Two Door Cinema Club an.

Die Begeisterung am Indie-Sound der vier Engländer ist offensichtlich. “Viola Beach” ist ein Album, das allem trotzt. Man hört das Lächeln auf dem Gesicht von Frontmann Kris Leonard, wenn er die Textzeilen von “Boys That Sing” singt.

Beim Hören der Songs verfällt man dennoch in Tristesse, denn “Really Wanna Call” und “Like A Fool” hätten das Potential zum “Festivalsong 2016” gehabt.

Die Außnahme auf “Viola Beach” ist der Song “Call You Up”, der sehr tragend daherkommt und von dem starken Songwriting dominiert wird. Wir werden nie genau wissen, was der 19-jährige Kris Leonard mit seinen Texten ausdrücken wollte, doch mit seinen Songs hat er ein persönliches Momentum hinterlassen.

Viola Beach wird immer mit dieser Tragödie in Verbindung gebracht, doch sollte man ihr posthumes Werk ehren. Es ist voller Abwechslung und Indie-Rock. Danke – Jungs!

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