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Julia Jacklin – Don’t Let The Kids Win

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Vom Erwachsenwerden wurde schon oft gesungen. Mal kamen dabei bedeutende Songs und Alben heraus, mal weitgehend bedeutungsloses Lala-Material. Das Debütalbum von Julia Jacklin reiht sich in seiner Grundthematik ins weite Feld der Adoleszenz-Musik ein und fällt zum Glück eher in die erstere Kategorie.

Auseinandersetzungen mit Alter, Zeit und dem Fortschreiten von beidem sind das große Thema auf „Don’t Let The Kids Win“. Dafür, dass Julia Jacklin erst 25 Jahre alt ist, gelingen ihr ihre Reflektionen angenehm unprätentiös und authentisch.

„I’ve got a feeling/this won’t ever change./We’re gonna keep on getting older,/it’s gonna keep on feeling strange” singt die Singer-Songwriterin aus den Blue Mountains im Umland von Sydney im Titeltrack „Don’t Let The Kids Win“ und liegt damit aller Wahrscheinlichkeit nach jedenfalls nicht falsch.

„You’re too young to be a father to me“ sinniert sie in „Small Talk“ und hängt an: „You’re too young to be a lover to me.“ In „Same Airport, Different Man“ findet sie ein bemerkenswert passendes Bild für Schnelllebigkeit und Wandel, das sie mit nachdenklicher Poesie zu füllen weiß.

Verpackt werden ihre pointierten Beobachtungen in eine flexible Mixtur aus Folk, Country und Alternative Rock. Die gibt Jacklin je nach Bedarf Raum zum Säuseln („Hay Plain“), zum beschwingten Croonen („Leadlight“) oder für wahrhaft adoleszente College-Rock-Ausflüge („Coming Of Age“).

In „Elizabeth“ klingt sie beinahe wie eine Paralleluniversum-Version der jungen Tori Amos: Statt auf Klavierklänge setzt sie auf Akustikgitarren und dem Text fehlt ein wenig von der Amos’schen Extravaganz – aber der ausdrucksvolle Gesang zwischen Elfengehauche und kraftvollem Operntimbre ist verblüffend ähnlich.

Die Grundstimmung ist dabei auch in den lauten Momenten melancholisch bis bittersüß. Angst vor dem Erwachsenwerden verbreitet „Don’t Let The Kids Win“ allerdings nicht: Eher funktioniert das Album als nachdenkliche Meditation über das Zurücklassen der Kindheit und unterschiedliche Lebenswege, die sich nach und nach herausbilden.

Julia Jacklin erfuhr das am eigenen Leib: Ihre Schwester heiratete und begann mit der Familienplanung, während sie selbst alles auf eine Musikkarriere setzte und statt Kindern ein Debütalbum im Kopf hatte. Geschadet hat dieser familiäre Kontrast dem Album nicht – eher im Gegenteil.

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