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Tasseomancy – Do Easy

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„I’ve always wanted us to play a concert underwater“, erzählt Romy Lightman ihrer Zwillingsschwester Sari in einem Video-Interview. Und irgendwie klingt die Musik auf dem neuen Album „Do Easy“ auch genau so: Abgetaucht. Nach Bewegung unter Wasser, wie in Zeitlupe. Dabei ist das inzwischen fünfte Release von Tasseomancy natürlich nicht unter Wasser entstanden, sondern im Basement Apartment in ihrer neuen Heimatstadt Toronto. Die liegt ja immerhin am Ontariosee, also am Wasser.

Der Pop der beiden Kanadierinnen ist arty und getragen, langsam. Zäh fließend, fast. Auch da, wo es dank Meeresrauschen und Steel Pan kurz trashig-karibisch wird, bleibt der Club Tropicana weit entfernt. Da bricht nichts aus. Alles plätschert so dahin und plätschert und plätschert.

Der hin und wieder an die Sopranstimme von Kate Bush, dann wieder an die Coolness von Lana del Rey erinnernde Gesang der beiden Frauen gibt säuselnd die Richtung vor, manchmal slurry, dann wieder artifiziell überartikuliert. Der Ohrwurm, der dann bleibt, ist ein kurzer: Eine Frauenstimme, die streng „Claudine“ sagt.

Spannend wird Tasseomancys Album „Do Easy“, wenn man entdeckt, dass es von einer Short Story des Beat-Poeten William S. Burroughs inspiriert ist. 1973 hatte der in seiner Sammlung „Exterminator!“ eine an ein Manifest erinnernde Kurzgeschichte mit dem Titel „The Discipline Of DE“ veröffentlicht. Do Easy war da also schon das Motto: „DE is a way of doing. It is a way of doing everything you do. DE simply means doing whatever you do in the easiest most relaxed way you can manage“.

Mit diesem Schlüssel an der Hand, der im Pop so seine Runden drehte – in einem Kurzfilm von Gus van Sant und als Inspirationsquelle von Genesis P. Orridge zum Beispiel – entwickelt sich die Tasseoemancy-LP in der Wahrnehmung von lahm zu Zen.

„Musik für den Isolationstank“, dachte ich beim ersten Hören despektierlich. Nach dem siebten Hören denke ich: „Warum denn auch nicht?“ „Do Easy“ braucht eben Übung.

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