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Sallie Ford (Credit Vanguard Records)

Sallie Ford – Soul Sick – Lupenreines aus der Handmade-Küche

Sallie Ford lebt das Leben eines Stehaufmännchens. Damit soll nun aber endgültig Schluss sein. Nach ersten Band-Versuchen (Sallie Ford And The Sound Outside) und ihrem nur am Rande wahrgenommenen Solo-Debüt („Slap Back“) will es die amerikanische Sängerin und Songwriterin mit dem Hang zu 60s-Sound noch einmal wissen.

Mit ihrem neuen, via pledgemusic finanzierten Album „Soul Kick“, möchte Sallie Ford all jene um den Finger wickeln, die morgens am liebsten mit handgemachten Sounds aus den Branchen Folk, Surf-Pop und Rockabilly auf den Ohren zur Arbeit dackeln. Und die Zeichen für den Durchbruch im dritten Versuch stehen gar nicht mal so schlecht.

Songs wie der Twang-Popper „Failure“, der flotte Trippler „Get Out“ oder der rasante Gospel-Folk-Ritt namens „Middle Child“ lassen durchaus aufhorchen. Vor allem Sallies Stimme sticht heraus. Fauchend, kratzend, und drei Minuten später plötzlich im Bezirz-Modus, schält sich das geschulte Organ der Sängerin durch die heimischen Boxen.

Egal ob melancholisches Geschunkel („Hurts So Bad“, „Unraveling“), rockig Angehauchtes („Get Out“) oder Klassisches aus dem 60s-Surf-Pop-Archiv („Screw Up“): Sallie Ford fühlt sich überall Zuhause.

Zwischen den Genres Brücken schlagend, wagt die Amerikanerin einen dritten Anlauf. Und diesmal gibt es wirklich nichts zu nörgeln. Es sei denn, man kann mit lupenreiner Kost aus der Handmade-Küche so gar nichts anfangen. Dann sollte man hier die Finger von lassen.

Allen anderen ist „Soul Kick“, Sallie Fords zweiter Solo-Streich nur wärmstens ans Herz zu legen.

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