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The Orwells – Terrible Human Beings – Hedonisten mit Gitarren, Bass und Drums

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The Orwells haben eine Bandgeschichte, die sich wie ein Klassiker unter den Bandgeschichten liest: In der 9. Klasse lernten sich die fünf Jungs kennen. Sie machten Musik und verkauften selbstgebrannte CDs an ihre Klassenkameraden. Was sie verband, war nicht nur die Musik, sondern auch der Wunsch, der Vorort-Idylle von Elmhurst, Illinois, USA zu entfliehen.

Nach ihrem Debütalbum „Remember When“ im Jahr 2012 erfüllte sich ihr Traum. Der neu gewonnene Erfolg öffnete der Band die Türen zu internationalen Bühnen. The Orwells gingen auf Tour und veröffentlichten 2013 ihre zweite Platte „Disgraceland“, die Zeugnis einer neu gewonnenen Freiheit war: elf unbändige Garagen-Rocksongs.

Die stürmische Energie dieses Garage-Sounds bietet auch ihr drittes Album „Terrible Human Beings“. Die Songs sind laut, wild, dynamisch. Sie lassen einen unweigerlich mit dem Kopf nicken, mit den Knien wippen. Doch diesmal ist etwas anders: Der Punk-Rock wird von poppigeren Tönen begleitet.

Der klassische Garage-Punk, der in den 90ern mit Bands wie The Hives, Kings Of Leon oder Mando Diao sein Revival feierte, trifft hier auf modernen Pop. Nach eigenen Aussagen beabsichtigen The Orwells damit, verstümmelte Popsongs zu machen. Und tatsächlich: Die Pop-Elemente mildern das Schrammen der Gitarren und das Hämmern der Drums nicht ab, sondern verstärken es.

Die Tracks auf „Terrible Human Beings“ sind einfach, homogen, aber wirksam: Sie machen Spaß beim Hören und sind Zeugnis eines jugendlichen Ungestümseins. Vorne mit dabei ist da vor allem „Black Francis“ – eine Hommage an Frank Black, Frontmann der Pixies, die für The Orwells Quelle der Inspiration und Obsession waren.

Aber auch The Strokes, Ty Segall und Black Lips – jetzt bitte alle ‚Bad Kids‘ grölen – sind Vorbilder der Band. The Orwells machen keinen Hehl daraus, aus welchen musikalischen Quellen sie schöpfen. Doch so sympathisch das auch sein mag, bei all dem Abschauen bleibt zuweilen die bandeigene Originalität auf der Strecke.

Die Jungs halten sich bei ihrem neuen Album „Terrible Human Beings“ nicht mit großen Themen und schweren Zeichen auf. So ist auch das Video zu „They Put A Body In The Bayou“, in dessen Zentrum ein korrupter Politiker steht, keine offene Kritik an der momentanen Politik der USA, sondern vielmehr amüsantes Beiwerk zu einem catchy Rocksong.

The Orwells wollen Spaß haben und gute Laune verbreiten – mit Gitarren, Bass und Drums. Ihre eskapistische Haltung ist eine Liebeserklärung an den Hedonismus: Vergnügen als oberstes Ziel. Darin liegt auch begründet, warum der eigentlich verstaubte Garage-Rock der Jungs noch nicht aus der Mode gekommen ist – er macht verdammt nochmal einfach Spaß.

Das Album endet mit „Hippie Soldier“ in besonders legerer Manier. Vielleicht heißt es in „They Put A Body In The Bayou“ nicht umsonst: ‘All right, make it quick; Good songs make you rich’. The Orwells wissen, was sie können, was sie wollen und eben auch, was sich verkauft.

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