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Kraftklub – Keine Nacht Für Niemand

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Das dritte Kraftklub Studioalbum „Keine Nacht für Niemand“ ist eine Sammlung von Hymnen, nicht zuletzt, sondern gleich am Anfang, an sich selbst mit „Band mit dem K“. Das können Kraftklub immer noch am Besten, sich selbst feiern, mit bewährt ironischem Augenzwinkern.

Auf Ironie oder das Augenzwinkern wird dagegen in „Dein Lied“, eine Hymne an die Exfreundin, komplett verzichtet. Stattdessen gibt es ein alberne Orchesteruntermalung, die es Kraftklub faktisch unmöglich macht, den Song live zu spielen.

Zum Glück, denn es werden auch so genug bierseelige, männliche Festivalbesucher den Refrain nachts über den Zeltplatz grölen. Dass man das Thema auch charmanter rüber bringen kann, hat zuletzt Tom Schilling mit „Kein Liebeslied“ bewiesen.

Das Augenzwinkern wird auch auf dem Albumcover gewaltsam verhindert, aber eher, um den – nach langen, schlaflosen Partynächten anstehenden – Arbeitstag zu überstehen. „Hallo Nacht“ und „Sklave“ erzählen gewohnt witzig davon.

Und mit „Chemie Chemie Ya“ als Berliner Drogenhymne schließt sich der Kreis zum Albumtitel. „Keine Nacht Für Niemand“ ist aber eigentlich eine Reminiszenz an Ton, Steine, Scherben und somit ein Hinweis, dass Kraftklub politischer geworden sind. Am deutlichsten wird dies im Song „Fenster“, der Wutbürgerhymne.

Das ganze Album wird durchzogen vom Einfluss musikalischer Vorbilder aus den 80ern bis heute. Mal tauchen diese in Textzeilen, mal in Musikpassagen oder gar leibhaftig, wie Sven Regener oder Farin Urlaub, auf. Von „Shimmy Shimmy Ya“ bis „Yippie, Yippie, Yeah.“. Deichkind haben gleich mehrfach ihre Spuren hinterlassen.

Kraftklub haben stellenweise das Tempo rausgenommen und dabei gleichzeitig das musikalische Spektrum erweitert. Das ist eine konsequente Weiterentwicklung, die der Musik gut tut, aber natürlich gibt es auch die typisch nach Kraftklub klingenden Songs, nur wirken diese mittlerweile zu austauschbar. Der Fan wird dies anders sehen.

Die Tour zum neuen Album führt Kraftklub nicht an ihrer Heimat Karl-Marx-Stadt vorbei, aber immerhin gab es einen, wenn auch kurzen Auftritt, im Hausklub Atomino und die Ankündigung einer Reihe von Überraschungsauftritten auf Facebook.

Nicht zu vergessen das von Kraftklub veranstaltete Kosmonaut Festival, welches am 16-17. Juni am Stausee Rabenstein, stattfindet. Nicht wenige hoffen dort auf einen Auftritt ihrer Lieblingsband. Vielleicht ja zusammen mit Deichkind oder einem geheimen Headliner, der Die Ärzte sein könnte?

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