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Stephan Sulke – Liebe ist nichts für Anfänger

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Eigentlich ist es zu wenig, im Zusammenhang mit Stephan Sulke nur das kommende Album zu besprechen. Das Biographie-Format wäre hier durchaus gerechtfertigt.

Jung begann der in China Geborene seine Musiker-Karriere. 1963 veröffentlichte er als Steff Sulke die erste Single „Mon tourne-disque“, die prompt einen Preis für die beste Erstveröffentlichung einheimste. Er veröffentlichte international, betrieb ein eigenes Studio, arbeitet mit Katja Ebstein und weiteren Schlagergrößen der 70er zusammen.

Exkursionen ins Baugewerbe, ein nebulöser Anschlag auf seine Person und dubiose Immobiliengeschäfte sind weitere Bestandteile eines bewegten Lebens, in dem ein Studium der Rechtswissenschaften ebenso Platz fand wie Achtungserfolge als bildender Künstler.

Das bei seinem Namen der auditorische Kortex sofort „Uschi mach kein Quatsch, komm sei lieb zu mir“ aus dem praktisch einzigen Hit „Uschi“ abruft, spricht für musikalische Nachhaltigkeit, dabei war es damals im Prä-Teenager Alter viel cooler, Trio zu hören.

Wenn jetzt mit „Liebe Ist Nichts Für Anfänger“ sein neues Album erscheint, ist sicher, dass der 73-jährige dort nicht nur in Bezug auf das meistbehandelte Thema der Musikgeschichte jede Menge Lebenserfahrung einbringt.

Vor allen Dingen kann er mit der Gelassenheit des Alters über die Selbstoptimierung im Social-Media-Zeitalter sinnieren, bringt in einer Melange aus Geschichtenerzähler, Poet und Entertainer die wichtigen Dinge des Lebens auf den Punkt.

Mit einer mindestens zwanzig Jahre jünger klingenden Stimme blickt der Schweizer in „Marilyn“ auf verpasste Möglichkeiten zurück, erläutert in „Blöde“ den Fluch des Wissens, spart in „Ich Bin so Traurig, Mann Oh Mann“  nicht mit Medienschelte und denkt über „Eu-Ro-Pa“ nach.

Musikalisch zwischen Chanson und Schlager, Max Greger und Pop-Appeal reflektiert er seine eigene Generation in „Edelmetallalter“, schwebt mit dem Titelsong auf „Wolke 9“ und weiß via „Ich Brauch Dich Sowieso Nicht Mehr So“ ganz genau, wie das mit dem Ver- und Entlieben funktioniert.

„Der Typ von Nebenan“ heißt sein Bühnenprogramm. Der bleibt Sulke auch mit diesem soliden Spätwerk. Und Staatsakt kriegt sie alle!

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