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The War On Drugs – A Deeper Understanding – Vergangenes für die Zukunft

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Adam Granduciel steht auf antiken amerikanischen Singer/Songwriter-Rock à la Springsteen, Dylan und Petty. Das The War On Drugs-Aushängeschild macht keinen Hehl aus seiner Vorliebe für trockene Lagerfeuer-Sounds aus einer Zeit, in der die Schachtel Kippen noch vier Mark kostete. Und die Massen lieben ihn dafür.

Sicher, Retro kommt immer gut. Aber Adam Granduciel präsentiert mehr als nur ein musikgewordenes Spiegelbild der Vergangenheit. Der Band-Chef lässt gruselige Bryan Adams-Erinnerungen in neuem Glanz erstrahlen. Er hievt einen Mark Knopfler zurück auf den Rock-Thron. Und er ist sogar in der Lage, die verteufelten 80s-Pop-Ausflüge eines Bruce Springsteen einer Generation schmackhaft zu machen, die ohne ihre Väter und Mütter gar nichts von dieser „Phase“ wüsste.

Auf dem neuen The War On Drugs-Album fassen Adam Granduciel und seine Mannen alles zusammen. Die Dire Straits werden auf Händen getragen („Holding On“). Opulentes aus dem Balladen-Archiv wird mit feinstem Solo-Gezwirbel in sphärische Welten verabschiedet („Strangest Thing“).

Flotter Folk-Pop mit Ohrwurm-Garantie ist auch am Start („Nothing To Find“). Und dazwischen: Der Boss in Wit Boy-Hosen („In Chains“), eine Prise „Blowing In The Wind“ für die Hipster-WG und jede Menge Grüße in Richtung Kanada.

Macht Bryan Adams eigentlich noch Musik? Völlig wurscht. Adam ist der neue Bryan. Er ist der neue Schirmherr des „Summer Of 69“. Nur ohne aufgesetzte Distortion. Ein Hoch auf die Vergangenheit! Möge sie der Zukunft den Weg weisen.

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