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Bonobo – Live im Palladium, Köln

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Links tanzt ein junges Pärchen wild Salsa. Einige klatschen im Takt zu „Bambro Koyo Ganda“. Rechts wiegt sich ein Mädchen mit Pagenschnitt und geschlossenen Augen sanft und minimal im Takt zur Musik. Bonobo macht es heute allen recht. Den Chillern, den Clubgängern und sogar den Rockern.

Simon Green alias Bonobo hat ordentlich aufgefahren. Schon zur Vorband tummeln sich bereits auffällig viele Leute im Palladium. Und das völlig zu Recht. Die Grandbrothers ernten mit ihren entspannten Electronic-Klängen, die von Klassik, Jazz und Ambient durchzogen sind, nicht nur Applaus, sondern begeistertes Johlen.

Weil es aus der Ferne nicht so ganz ersichtlich ist, was die beiden Wahl-Bochumer da überhaupt machen, nutzt Lukas Vogel die Gelegenheit für eine kurze Erklärstunde: „Wir haben das Klavier ein bisschen präpariert und kleine Hämmerchen angebracht, die ich von meinem Laptop aus steuern kann und die dann auf die Saiten oder aufs Holz schlagen.“

Klar, dass bei einem solchen Aufwand dann auch mal dem Klaviertransporteur gedankt wird.

Es ist ohne Frage die perfekte Einstimmung auf Bonobo, der dem Stereotyp, dass DJs heute nur noch Knöpfchen drücken, ein ordentliches Band-Spektakel entgegensetzt. Es ist wirklich bewundernswert, wie ausgewogen die Mischung am heutigen Abend ist.

Nicht nur bei „Break Apart“ übernimmt die Sängerin Szjerdene den Part von Rhye. Immer wieder versüßt die Britin die Songs mit ihrer zerbrechlichen Stimme und verschönert mit ihren schlangenartigen Tanzbewegungen das Bühnenbild.

Heimlicher Star des Abends ist neben ihr der Schlagzeuger, der alles von zurückhaltenden Besen bis hin zum fast Metal-Inferno bei „Kong“ auf den Punkt präzise abliefert. Wem das bis dahin noch nicht aufgefallen war, der merkt das spätestens bei dem ausufernden Drum-Solo zu „Kerala“, das den Block vor der Zugabe beendet.

Das Sympathische an Bonobo – und gleichzeitig das Erfolgsrezept für diese grandiose Liveshow –  ist, dass der britische Musiker sich zu keinem Zeitpunkt in den Vordergrund drängt. Stoisch spielt er seinen Bass, dreht ein paar Regler und hält die Band zusammen.

In Songs wie „No Reason“, das im Original Nick Murphy aka Chet Faker featurt und hier wieder von Szjerdene übernommen wird, gibt er den Bläsern den nötigen Raum, um sich zu entfalten. Dafür haben die dann aber auch mal Pause, während die härteren Beats durchstarten und die Menge lostobt.

Nach der Bandvorstellung, die gebührend vom Publikum beklatscht wird, gibt’s noch eine Zugabe. Dann bedankt sich Bonobo mehrfach und verlässt gemeinsam mit seinen Musikern nach einer Stunde und 40 Minuten die Bühne. Selbst, wer heute mit hohen Erwartungen ins Palladium kam, geht überaus zufrieden nach Hause.

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