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Black River Delta – VOL. II

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Blues-Rock gilt als zeit- aber eben auch fortschrittslos. Dass ein Genre, welches auf wiederkehrende Elemente sowie leid-geschwängerte Stimmung setzt und gefühlt eher in einem kleinen Grad herum experimentiert, dennoch ein hochwertiges Niveau halten kann, ohne zu langweilen, beweisen ausgerechnet Black River Delta aus Schweden. Obwohl ihr vorwörtliches Heimatkaff Böllnas in der Nähe von Stockholm liegt, würde man das Trio, bloß am wuchtigen Sound ermessen, wohl eher in die US-amerikanischen Südstaaten verlagern.

Rund zwei Jahre nach ihrem Debüt „Devil On The Loose“ präsentiert die Band um Frontmann Erik Jacobs nun schlicht ihr „VOL. II“ und geht auch diesmal mit ihrem musikalischen Seelenschmerz kein Risiko ein. Konsequent führen sie die Slide-Gitarren, die gefühlvollen Mundharmonika-Parts und Shuffle-Beats fort, gehen in ihren Geschichten sogar mehr in die Tiefe.

So erzählt Jacobs vermeintlich whiskey-getränkter oder zumindest mit Zigaretten wohlbekannter Gesang direkt im Opener von Kriegsheimkehrern, untreuen Ehefrauen und daraus folgenden, kaltblütigem Mord („Gun For You“).

Das Kratzen seiner Stimme spiegelt sich im roughen Gesamtbild wieder und umgekehrt – hier klingt alles nicht nur handgemacht, es fühlt sich gerade zu an, wie spontan aus einer virtuosen und sehr intensiven Jamsession entstanden: beschwörende Stimmen im Hintergrund („Cigarettes“), ein tiefer, wiederkehrender Bass, dann doch fummelige Gitarrenakkorde („Bye Bye Birdie“) und rohe Sexyness („Better Man“) sorgen dafür, dass sich die meisten, geübten Blues-Hörer hier schnell zurecht finden dürften.

Für Einsteiger halten Black River Delta ebenso viel bereit und vor allem einiges, um die eingefahrenen Vorurteile gegenüber dieser oft traditionell verknüpften Musik abzulegen.

Vielleicht ist es dann doch der schwedische Einfluss, der die Klischees abfedert, sicher aber spielt auch das pointierte Songwriting mit ein und ihr Mut, Geschichten zu besingen, die nicht zwar nicht alltäglich, dafür aber umso interessanter sind.

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