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Nakhane – You Will Not Die

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Nakhanes reichlicher Electro-Soul-Pathos ist durchaus gerechtfertigt. Sein lediglich in seiner südafrikanischen Heimat veröffentlichter Erstling trägt den Namen „Brave Confusion“. Sein internationales Debüt „You Will Not Die“ schlägt nun in die gleiche Kerbe.

Kaum verwunderlich, erfährt man, dass Nakhane Touré in einer streng christlichen Xhosa-Familie aufgewachsen ist, einem südafrikanischen Bantu-Stamm, der den ganzen Kram mit der Bibel recht bierernst nimmt und demzufolge mit Wertvorstellungen des Heutzutage nicht ganz so viel anfangen kann.

Das allein ist aber nicht der Grund für so viel musikalisch-bedeutungsschwangeren Pathos. Nakhane ist schwarz und schwul. Und wer Südafrika ein wenig kennt, insbesondere jenes Südafrika jenseits der zwei welttouristischen Hochburgen Johannesburg und Kapstadt, und den jungen Mann näher betrachtet, der erkennt schnell, dass da ein junger Künstler eine ganze Menge biografisches Konfliktpotential zu verarbeiten hat.

„You Will Not Die“ atmet Nakhanes Gefühlslagen eindringlich und überzeugend. Das liegt in erster Linie an seinem bestechenden Gesang. Sakral, erhaben, hochemotional und bedeutungsschwanger kommen seine Songs daher, aber seiner stimmlichen Präsenz gelingt es herzustellen, was nur wenige, die mit Pathos im Pop hantieren, erreichen: Glaubwürdigkeit.

Insbesondere der Start seines internationalen Debütalbums ergreift und ist zwingend. Die Single „Clairvoyant“ oder „Interloper“ sind frühe Highlights, gegenüber denen das Ende des Albums ein wenig abfällt.

Trotzdem ist Nakhanes „You Will Not Die“ ein rundum gelungenes Electro-Soul-Debüt, das zwischen Beats und Samples auch gelungenen Instrumentengebrauch zu verstehen gebraucht.

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