Tanzbarer Psychedelic-Pop mit einer ordentlichen Prise Beat. So oder so ähnlich könnte die Kurzbeschreibung des neuen Projekts 77:78 und ihrem Debütalbum „Jellies“ von den The Bees Gründern Aaron Fletcher und Tim Parkin lauten.

Mit ihrer Hauptband segeln sie ja ohnehin schon in den schwer beschreibbaren Gewässern der English Psychedelia, die fast gänzlich auskommt ohne schwere Wüsten-Assoziationen weckende Verzerrungen, umso mehr aber den Beatles-Scharm ihrer LSD-Phase verströmt.

Mittels Blasinstrumentengebrauchs lockern Fletcher und Parkin den Retro-Sound ihres Psych-Pops gelungen auf. Die Männer von der Isle of Wight machen vieles richtig auf diesem schnellen, leichten Pop-Genuss. Abstriche gibt es aber für die zu starken Schunkel-Tendenzen, wann immer Akustikgitarren Strophenarbeit anleiern.

Dies wiederum erzeugt den leichten Eindruck der Wiederholung. Auch wenn die 11 Songs gut arrangiert und eigentlich deutlich voneinander unterscheidbar sind, schleicht sich ein Eindruck von Eintönigkeit ins Unterbewusstsein aufgrund des zu gleichen Schunkel-Beats in den Strophen der Songs.

Einzeln, für sich genommen, sind die Stücke auf „Jellies“, dem Debüt von 77:78 aber sehr gefällig. Eine gelungene Erweiterung dessen, was man glaubt, was ein Pop-Song dürfe. Schrullig und überraschend, dabei trotzdem tief stapelnd unaufgeregt und entspannt:

Wer sich mit solcherlei Attributen identifiziert, finden in „Jellies“ eine wohltuende Sommerplatte. Erst bei Dauerdurchläufen fällt eine gewisse Konditionsschwäche des Albums auf, die aber insgesamt den überzeugenden Eindruck nicht schlimm zu trüben vermag.

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