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Paul Weller – True Meanings

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Was hat Paul Weller nicht schon alles auf dem musikalischen Kerbholz. Gründungsmitglied von The Jam und The Style Council, Solokünstler, Pate des Britpop und niemand geringeres als der Modfather schlechthin.

Bisher eher weniger in Erscheinung getreten ist er als weichherziger Romancier. Genau das ändert sich mit seinem dreizehnten Studioalbum „True Meanings“. Ein Singer-Songwriter-Album, das mit seinen klassisch breitwandigen Streicher-Arrangements in den besten Momenten den Bogen vom amerikanischen Hollywood-Kino der 50er zur Reduktion eines Nick Drake hinbekommt.

Und das war sicher nicht zu erwarten, bedeutet aber, dass Paul Weller von all den Grand-Seniors und Senioras der Rock- und Pop-Welt, ob sie Sting & Shaggy, Paul McCartney oder Yoko Ono heißen, in diesem Jahr die beste Platte gelungen ist.

Generisch und naturverbunden tauscht „True Meanings“ den Modfather gegen einen romantischen Ökologen, der Bowie nicht vergessen hat. Zwischen der akustischen Grundlage und sanften Klaviertupfern sind es nicht nur in dieser Hommage immer wieder die Streicher und Bläser, die die Songs salben und das Majästätische besorgen.

Sie besorgen es so gut, dass man in „Movin On“ die Äste wachsen hört, in „Gravitiy“ Frank Sinatra zu „Days Of Wine And Roses“ ansetzen könnte. In dieser mal elegischen, mal hoffnungsvollen, aber jederzeit betulichen Idylle, ragt „Aspects“ als das eindringlichste und beste Stück noch ein bisschen weiter in die Seele Wellers.

Dort, wo der Geist der wilden Tage noch lebendig scheint, nur eben ruhiger. „Wild Wood“ ist schließlich lange her, aber deshalb längst noch nicht verstaubt.

Vor diesem Hintergrund ist „True Meanings“ ein geradezu beseeltes Singer-Songwriter-Album, gereift wie guter Wein, mit Cellos und Mellotron, elegisch und kontemplativ.

Großartig. Eine Laudation für die würdevolle Ästhetik der Langsamkeit, an der sich das Gegenwarts-Kino mal ein Beispiel nehmen könnte.

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