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The Blaze – Dancehall

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Bei Dancehall denke ich sofort an Reggae. Umso überraschter war ich, als ich „Dancehall“, das Debütalbum von The Blaze, zum ersten Mal hörte.

Die französischen Cousins Jonathan und Guillaume Alric sind zusammen The Blaze. Ihre EP „Territory“ kam international gut an und das Duo sorgte mit seinen Auftritten bei großen Festivals wie dem Primavera oder dem Coachella, für Begeisterung.

Der Longplayer ist eine sphärische Electro-Platte, die mehr nach Paul Kalkbrenner oder den frühen Chemical Brothers als nach Seeed klingt.

Alle 10 Songtitel auf „Dancehall“ bestehen nur aus einem Wort. „Heaven“ ist ein leichter und melancholisch anmutender Track, in dem es heisst: „The dreams turn alive in the heavens. We surrender restless in a war, war…“.

In dem Lied geht es um Krieg, Kapitulation und Liebe. Ob es um das private Glück oder die großen Kriege der Welt geht, muss der hörende Mensch selbst entscheiden.

Er liebt sie, sie streitet gern, da sie nie geliebt wurde – so lässt sich „She“ kurz und knapp zusammenfassen.

„You are my everything“ heißt es später in dem Track „Queens“. Ich wünsche mir ein Happy-End für die Protagonist*innen der zwei Lieder.

Auffällig dramatisch beginnt „Rise“, die einzige Nummer auf dem Longplayer, die knapp fünf Minuten lang ist. Alle anderen Tracks sind kürzer.

Die Beats sind hier eher treibend als lässig, es gibt keinen Text, nur ein langgezogenes „Ah“ ist im Hintergrund zu hören. Der beinahe schon klaustrophobische Song erinnert ein wenig an das Schaffen von Röyksopp.

„When the fever comes“ wird immer und immer wieder in „Runaway“ wiederholt. Wabernde Bässe und die dauerhaft verfremdete Stimme lassen keine Gemütlichkeit aufkommen. In ähnlicher Konsequenz verfremdet sonst nur eine Künstlerpersönlichkeit wie Planningtorock die eigene Stimme.

„Breath“ ist der Song, bei dem wir alle klatschend mit einsteigen können. Genau bei solchen performativen Akten ergibt sich ein „Wir“-Gefühl auf der Tanzfläche.

Ähnlich befreit und nach Spaß am Kaoss Pad klingt „Faces“. Mit der reinen Instrumentalnummer „Mount“, die sowohl düster wie auch federleicht anmutet, entlässt uns das Electro-Duo.

„Dancehall“ von The Blaze ist eine Platte, die sowohl Electro- als auch EDM-Fans gefallen dürfte. Nur echte Reggae-Fans sollten sich vom Titel nicht verwirren lassen.

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