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Arkells – Rally Cry

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Mit ihrem fünften Album erledigen sich die Arkells selbst. Nach den beiden seichten Vorgängern kommt das nicht mal überraschend. Irritierend ist nur, dass die Karriere der Kanadier eigentlich vielversprechend begann.

Auf Ihrem Debüt überzeugte das Quintett durch melodiöse Rock-Hymnen mit leicht punkigem Untersatz, irgendwo zwischen The Gaslight Anthem und Against Me. Davon sind sie 2018 meilenweit entfernt.

Und dabei ist ihre Anbiederung an den Mainstream-Pop noch nicht einmal per se zu verurteilen. Oft entstehen die großen Platten erst, nachdem ein paar Kanten abgeschliffen wurde.

Dazu muss man aber auch genügend mitgebracht haben und eher nicht den Wunsch hegen, wie alle anderen Langweiler zu klingen, die mit ihrem Nummer-Sicher-Pop gerade Kasse machen.

Sonst steckt man wie im Falle von „Rally Cry“ schnell mit beiden Ohren im Einheitsbrei, bei dem ‚gerade noch okay‘ und ‚schon ziemlicher Mist‘ immer schwerer auseinander zu halten sind und Brandon Flowers kreuzdämlich aus einer Ecke fragt: „Are we human or are we dancer?“

Ähnlich großspurig, aufgeblasen und theatralisch veräußern sich „Hand Me Downs“, „American Screams“ und die Vorabsingle „Relentless“ – nur eben als kanadische Version von Flowers. Ganz so, als hätten Arcade Fire literweise Nagellackentferner gesoffen.

Bis mit den U2-Gitarren in „Show Me, Don’t Tell Me“ der erste erträgliche Song kommt, hat die prätentiöse Radiogrütze zuvor die Laune verhagelt.

Die leicht krawallige Indie-Ästhetik aus „People’s Champ“ oder „Eyes On The Prize“, die bei Modest Mouse geliehen scheint, kann man da fast überhören. Deren neunmalkluge Reibungen haben Arkells troztdem nur halb verstanden, sonst würden auch diese Songs nicht immer wieder in verkorkste Mitklatsch-Refrains zurückfallen.

Es ist schwer zu glauben, dass sie einst mit Them Crooked Vultures, Pearl Jam und Billy Talent tourten. Unwahrscheinlich auch, dass diese Größen nochmals für Support anfragen.

Und nur, weil sie in Kanada eine große Nummer sind, gibt ihnen der Erfolg noch lange nicht recht. Allein die Rückbesinnung auf ihre Wurzeln scheint endgültig verbaut.

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