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Steiner und Madlaina – Cheers

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Was ist eigentlich ausschlaggebend dafür, ob wir einen Songtext für gelungen oder eben nicht gelungen halten? Einem ersten Impuls folgend, würden die meisten die Gründe wohl im Text selbst vermuten.

Und auch, wenn das vermutlich oft der Fall ist, vermittelt uns „Cheers“, das Debütalbum des Duos Steiner & Madlaina, einen anderen Eindruck, nämlich den, dass das Drumherum ebenfalls eine sehr bedeutende Rolle spielt.

„Meine Versprechen halt’ ich ewig. Wenn du mir glaubst mach’ ich dich selig. Doch sie hat’s nich’ interessiert und es ist nie mehr passiert.“. Diese Zeilen aus „Wenn du mir glaubst“ klingen wie ein Grundschulreim und sind damit bei Weitem kein Einzelfall auf „Cheers“.

Trotzdem erscheint uns das Album textlich nicht nur charmant, sondern sogar ziemlich lässig. Woran kann das liegen?

Die zehn englischen, deutschen und schweizerdeutschen Songs wurden von einer kompletten Band eingespielt und das kommt ziemlich gut. Hallige Drums, verspielte Bass-Figuren, Surf-Gitarren und ein Retro-Reverb auf dem Gesang formen einen Nostalgie-Vibe, der den Songs steht.

Das daraus resultierende Klangprodukt erinnert an die obligatorisch auf jeder 70er-Motto-Party angebotene Frucht-Bowle, die – um die zeitgenössischen Geschmacksknospen der Gäste nicht überzustrapazieren – neben Wencke-Myhre-Schlagern auch First Aid Kit aus sich herausschmecken lässt.

Es handelt sich dabei nicht nur um ein äußert erfrischendes Kaltgetränk, man findet es auf eine augenzwinkernde Art auch ein bisschen witzig, es zu trinken. Diese kleine ironische Distanz machen die „sein“-„schrei’n“-Reime (z.B. in „Das schöne Leben“) zum stimmigen lyrischen Pendant zur Musik.

Dazu kommen originelle Texte wie der des Songs „Prost Hawaii“, die einen die häufiger bemühten Klischees als Stilmittel einordnen lassen. Das funktioniert. Am Ende ist man geneigt, die englischen Songs als die vermeintlich schwächeren eines gelungenen Albums auszumachen.

Schöne Melodien gibt es zwar auch da (z.B. „Hold“), den aus dem Zusammenspiel von Musik und Text entstehenden Witz, suchen wir aber vergeblich: „there’s a fire in my head, there’s a fire in my chest.“

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