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Kitzl – Armadilla – Videopremiere

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Wüsste man nicht, dass es sich bei Kitzl um eine kanadische Elektro-Künstlerin handelt, könnte es passieren, dass man ihren Namen hier in Deutschland aufgrund lautmalerischer Ähnlichkeiten mit Rehjungen oder dem bewussten Auslösen von Lachen beim Gegenüber durch wiederholtes Berühren empfindlicher Körperstellen in Verbindung bringt.

So wenig beide Assoziationen mit Loops, Samples oder Elektro-Beats zu tun haben, muss man nach dem ersten Betrachten ihres neuen Videos „Armadilla“ konstatieren, dass sie auf eine sehr seltsame Art und Weise doch beide irgendwie zutreffend sind.

Es liegt wohl auf der Hand, wieso die im Video zu sehende, zierliche Gestalt mit großen braunen Augen, die bei ansonsten vollständiger Dunkelheit im Scheinwerferlicht eines Autos verweilt, den Gedanken an Reh-Kitze rechtfertigt.

Dass die Klangästhetik von „Armadilla“, die aus der Schnittmenge rougher, artifiziell-brutaler Sounds einerseits und den süßlichen-melodiösen Vocals Kitzls andererseits, entsteht, den Hörer aber auch in allen möglichen Wortbedeutungen kitzelt, scheint kein bisschen abwegiger zu sein.

Wer sich das Video ansieht, wird begreifen wieso, am besten gleich hier in der MusikBlog Videopremiere.

Den beschriebenen Widerspruch in Kitzls Sound führt sie selbst auf spielerisches und kindliches Erstaunen einerseits und eine dunklere, unzufriedene Bitterkeit andererseits zurück, die sich produktiv miteinander vermischen und dann in ihrem eigenen Sound Manifest werden.

Besonders scheint sie es dabei mit nicht-menschlichen Erscheinungen zu haben. Sie besingt nämlich nicht nur außerirdische Lebensformen, sondern samplet für ihre Songs mitunter Kojoten, Frösche, Grillen und Vögel.

All das besitzt für Kitzl eine symbolische Qualität, wie etwa auch die Gürteltiere, die armadillos, denen sie ihre erste Single widmet und die letztendlich eben doch auf menschliche Erfahrungen verweisen.

„While armadillos aren’t typically a danger to humans, careful precautions must be taken around armadillas, should they happen into the void. When flustered, the armadilla expands and contorts itself into what has been described as a massive, steely superball, and obliterates everything in its manic rage-path.“, sagt Kitzl selbst über den Song.

Wofür Reh-Kitze wohl stehen mögen? Vielleicht erfahren wir’s 2019, dann erscheint nämlich das Debütalbum von Kitzl.

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