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The Young Gods – Data Mirage Tangram

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Bahnbrechend der musikalische Ansatz, mit dem Franz Treichler, Cesare Pizzi (ersterer immer, letzterer seit 2010 wieder dabei) und Drummer Frank Bagnoud (an dessen Stelle seit 1997 Bernard Trontin sitzt) Mitte der Achtziger Jahre als The Young Gods die Maschinen-Musik revolutionierten.

Ihre Sampler generierten Soundmonster mit härtesten Gitarrenriffs und Noise-Attacken, waren bereits im analogen Zeitalter Industrial-Influencer, nicht zuletzt ein Trent Reznor nennt die Band als Inspirationsquelle für seine spätere Arbeit.

Mit dem Meisterstück „L’Eau Rouge“ manifestierten die Schweizer ihren exklusiven Status, holte „Skinflowers“ vom Album „T.V. Sky“ das Schweizer Trio Anfang der Neunziger, musikfernsehen-unterstützt, aus der Nische.

In den Folgejahren erweiterte sich das Portfolio der Musiker fortlaufend. Weill-Interpretationen, elektro-lastige Schaffensphasen, Nebenprojekte mit Jazz-Bezug, Zusammenarbeit mit Hip-Hop-Künstlern und die Mitarbeit bei einem wissenschaftlichen Musik-Projekt machten The Young Gods zum eidgenössischen Kulturgut.

Alle Splitter aus über 30 kreativen Jahren sammeln sich nunmehr in „Data Mirage Tangram“, dessen Bausteine ein, von den sieben chinesischen Tangram-Rätselteilen inspiriertes, Puzzle bilden, dessen Zusammensetzung – ähnlich den verschiedene Silhouetten der Charaktere oder Tiere der Vorlage – und Interpretation dem Hörer überlassen bleiben.

Entsprechend sind die Tracks vereint in Rätselhaftigkeit, aber auch in ihrer Länge und Komplexität, entstanden differenzierte Soundgemälde an der Grenze des Surrealen.

„Entre En Matière“ bildet im Wortsinn den Türöffner in eine verzweigte Akustik, die von latenter Unbehaglichkeit bis einladender Temperierung vieles beherrscht, in der Gesang eher Flüstern oder Spoken-Word Performance als Stimm-Melodie bedeutet.

Im elektrischen Chanson „Tear Up The Red Sky“ explodieren die Riffs, ist „Figure Sans Nom“ mit beinahe als tanzbar einzuordnenden Beats unterlegt, findet sich quer über die Platte viel Experimentelles aus nicht genau zu identifizierenden Klangerzeugern.

Knallharte Gitarrensamples sägen eine Schneise in das Vodoo-Getrommel vom alle Band-Register ziehenden „All My Skin Standing“, leitet „You Gave Me A Name“ eine sanfte Erdung ein, entlässt das Trio via „Everythem“ in Zeit und Raum.

„Data Mirage Tangram“ bleibt als intensives Hörerlebnis in Erinnerung, macht dem „Tangram“ im Titel alle Ehre.

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