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Tiny Ruins – Olympic Girls

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Eine geeignete Einleitung für eine Rezension zur neuen Platte von Tiny Ruins? Schwierig, irgendwas mit Neuseeland vielleicht, schließlich scheinen sich da mit Lorde und Bilbo Beutlin auch andere Musiker*innen zu Hause zu fühlen.

Vielleicht auch irgendetwas darüber, dass Tiny Ruins urpsrünglich nur das Projekt von Hollie Fullbrook, Alter Ego für eine einzige Sängerin, war, und sich mittlerweile zu einer Gruppe gemausert hat, die man fast als Band bezeichnen könnte.

Oder man beschrännkt sich auf das aktuelle Album „Olympic Girls“, das ganz im Sinne seiner Vorgänger den Indie-Folk uminterpretiert. Wenn akustische Provinzromantik dem Genre eine schwere Last auferlegt hat, setzt „Olympic Girls“ alles daran, dieses Stigma aufzulösen.

Wie das funktioniert? Indem Tiny Ruins den Strom andrehen und atmosphärische Klänge in das wohlbekannte Soundgewand einfließen lassen.

Allein „One Million Flowers“ lässt in seinem wellenartigen Aufbau nichts vermissen, was man von einem kontemporären Folk-Track erwarten würde. Klerikal-naturalistischer Gesang, der nur unterbrochen werden darf vom sanften Peitschen der Gitarre oder räumlich begleitendem Bass.

Die Einheit, die das Album ausmacht, stellt selbiges auch vor einige Probleme, wenn Eindrücke verschmelzen. Während „Kore Waits In The Underground“ mit immerzu angedeuteter Melancholie knapp an dem vorbeirauscht, wozu Tiny Ruins auf früheren Alben in der Lage waren, zeigt zum Beispiel „Sparklers“, warum die Neuseeländer schon hochkarätige Support-Slots bespielen durften.

Ein Sound, der allein wegen seiner subtilen Verspieltheit, wegen allerlei unkonventionellen Variationen seinen Platz auf den Festivals in Europa finden sollte, die mit gutem Wetter und kontemplativer Stimmung werben.

„Olympic Girls“ ist Lo-Fi-Folk und gleichzeitig imposant melancholisch, ist Konzeptmusik und gleichzeitig so frei und ungebunden an Regeln, wie kaum ein Genre-Kollege.

Es ist weder Fleet Foxes noch Luluc, vielleicht nicht mal irgendwo zwischen den beiden. Cheesy Folk-Hymnen gibt es auf „Olympic Girls“ keine, pures Erzählen von individuellen Geschichten aber eben auch nicht.

Ein geeignetes Ende für eine Rezension zur neuen Platte von Tiny Ruins? Mindestens genau so schwierig wie der Anfang. Also: Stopp.

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