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Sleeper – The Modern Age

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Reunions nach 19 Jahren? Was nach dem zweiten Aufeinandertreffen mit der Jugendliebe in irgendeiner x-beliebigen US-amerikanischen Komödie klingt, könnte für ein paar Fans von Sleeper jetzt genau das sein.

Die Band, die ihre drei Alben allesamt im letzten Jahrtausend veröffentlichte, ist nämlich mit ihrer vierten Platte wieder da, wo sie mal war.

„The Modern Age“ klingt allein dank des Titels wie ein Statement der Londoner Gruppe. Ein Statement dafür, dass hier niemand etwas nachholen will, und dass niemand mehr aufholen muss.

Was allen Bands aus den 80ern und 90ern, die momentan über einen zweiten Anfang nachdenken, in die Karten spielt, ist die aktuelle Retromanie, insbesondere in der Rockmusik.

Hätte man es nicht schon gewusst, könnte man Sleeper glatt für eine neue Band der Generation Spotify halten, und „The Modern Age“ für ein Debüt, das es mit dem Zeitgeist und dem ungeliebten Pop aufnehmen will.

Synths und Gitarren sind dabei, also im Grunde alles, was eine Rockband in den späten 10er Jahren braucht, um gehört zu werden. „The Sun Also Rises“ geht da als Paradebeispiel voran und macht in seinem Titel mit Ernest Hemingway gleich noch einem Großmeister der Literatur Platz.

Der Unterschied zu vielen der jungen Musiker*innen, die wie wild mit Literaturreferenzen und popkulturellem Overload um sich werfen ist, dass man Sleeper wirklich abkauft, „The Sun Also Rises“ nicht nur im eigenen Pinterest-Feed gesehen zu haben.

Dass Louise Weners Stimme im titelstiftenden Track „Modern Age“ zuweilen genau die Tonlage trifft, auf der Alexa ihre Lieder trällert (wenn man sie darum bittet), wirkt das schon fast wie das ungewollte Bekenntnis dazu, die letztem 19 Jahre nicht verpasst zu haben.

„More Than I Do“ sollte da aber auch Beweis genug für diejenigen sein, denen das nicht reicht. Synthetische Beats und selbstbestärkender Text sind „The Modern Age“.

„Big Black Sun“ beendet das Album in loungemäßiger Lässigkeit und fühlt sich ein bisschen nach apokalyptischer Romantik an, nach Ende-der-Welt-Melancholie und der Ruhe, nach der sich viele unterschwellig sehnen.

Sleeper legen die Messlatte für zukünftige Reunions ziemlich hoch. Vielleicht hätten die Disney-Helden Jonas Brothers mit ihrem Comeback auch noch mal 19 Jahre warten sollen. Oder noch etwas länger.

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