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Saint Agnes – Welcome To Silvertown

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Auf den ersten Blick passt hier nicht viel zusammen. Der Name Saint Agnes mutet sehr viel heiliger an als der Sound, selbst in einer Kirche gespielt, sein könnte.

Die Geschichte der Agnes von Rom auf die Band zu projizieren, funktioniert nicht geradlinig. Das fast traurig alberne Cover lässt eher an Massen-Country aus Nashville denken, als an Garage-Rock aus England.

Die Bandbesetzung laut Facebook – „John, Paul, Ringo, George“ – zeugt von ganz plattem Humor. Und „Welcome To Silvertown“ erinnert eher an Karl May, als an einen wenig glamourösen Stadtteil von London.

Damit genug der schlechten Nachrichten. Genau in besagtem Stadtteil haben Kitty Arabella Austen und Jon Tufnell die Band vor fast fünf Jahren gegründet. Und seitdem fünf Singles und EPs veröffentlicht.

Die beiden letzten davon finden sich jetzt auf dem späten Debütalbum. In der langen Zeit bis jetzt haben sich die Vier – Kitty Arabella Austen an Micro, Gitarre und Perkussion, Jon Tuffnell an Gitarre und Harmonika, Ben Chernett am Bass und Andy Head an den Drums – einen soliden Namen als Liveband gemacht.

Der Titeltrack legt dann auch gleich solide dreckig los. Die Handbremse angezogen schieben die Riffs. Der Druck will losgelassen werden. Der anfängliche Sprechgesang von Kitty entfaltet sich konsequent.

Stampfende Drums mit knarzendem Bass sorgen für Bewegungsenergie. Die Komplexität von Kittys anderem Projekt Lola Colt wird ersetzt durch rotzige Lebensfreude bis hin zum hymnenartigem Finale.

In „Diablo Take Me Home“ schnarren die Gitarren abwechselnd raumfüllend zu Feedbackorgien. So ein bisschen Südstaaten-Sound kommt dann doch ins Spiel.

Erinnerung an The Dead Weather und Jack White streifen durch den Kopf. „I Got A Drum“ entfaltet sich verhalten langsam, ächzend, tief und dunkelschwarz. Dunkelheit durchzuckt von jaulenden Gitarrenblitzen.

Adäquater Beginn von „The Witching Hour“ mit Blitz und Donner. Eine intensive Reise über sechseinhalb Minuten. Immer intensiver, immer psychedelischer.

Der Soundstrudel saugt in klassischer Rock-Attitüde, modernisierte 70er lassen grüßen. „I wanna meet you in the withing hour“. Hypnotisch wiederholt, immer wieder. Die Musik dahinter wird zu Noise, verschwindet ganz. Die Hypnose bleibt mittig im Klangraum stehen.

Saint Agnes prägen mit „Welcome To Silverworld“ keinen neuen Sound. Aber sie interpretieren Bekanntes angenehm neu. Frischer, rotziger, jünger, bedrohlicher. Der perfekte Hintergrund für lange Trips oder Vordergrund für die Festivals dieses Sommers.

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