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The Amazons – Future Dust

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Zwei Jahre ist’s her, dass The Amazons mit ihrem Debütalbum „The Amazons“ die Musikpresse und sonst auch jeden überzeugten, der ein bisschen Bock auf britische Rockmusik hatte.

Jetzt ist das Quartett aus Reading mit dem zweiten Album zurück. „Future Dust“ heißt, was ähnlich roh und ungebremst klingt wie der Erstling und, was den Staub, der sich auf das Genre des letzten Jahrtausends zu legen droht, aufwirbeln soll. Oder so ähnlich.

Das Album beginnt dann aber erst einmal mit dem irritierenden Drum-Intro von „Mother“. Da hat man es sich grad auf dem Sofa gemütlich gemacht, Beine verschränkt und Ohren gespitzt für den vollen Klang, den man in den letzten Jahren vielleicht noch von Royal Blood serviert bekommen hat, und auf einmal fühlt man sich in eine Mehrzweckhalle versetzt, in der eine viel zu uniforme Marchingband ein Intro spielt, das viel zu viele Leute kennen.

Der Ausbruch aus dieser Assoziationskette gelingt dank dem restlichen Verlauf des Tracks dann aber problemlos. Der dichte und ambitionierte Klang von The Amazons klingt immer noch und immer wieder unweigerlich nach großer Halle.

Wären die Vier nicht im falschen Jahrzehnt geboren, hätten sie diese vielleicht sogar mal headlinen dürfen. Zwischen „All Over Town“ und „Fuzzy Tree“ tut sich nämlich ein derart breites Arsenal an gegenwartstauglichen Rock-Blaupausen auf, dass man sich fragen darf, was The Amazons eigentlich nicht versuchen wollen.

Schreie, progressive Tracks mit ausführlichen Pro- und Epilog und ein Interlude, das das Tempo rausnimmt, begleiten den fast perfekten Exkurs in die Gedankenwelt einer aufsteigenden Band in einem ausgehöhlten Genre.

Zwischen Wahnsinn und fast schon zu elegantem Arrangement pendelt „Future Dust“ gegen Ende der unweigerlichen Erkenntnis entgegen, dass der Zeitgeist nach Flachheit und nicht nach Tiefe giert.

Auf „Warning Signs“, das im Kampf mit sich selbst den Drang zur Kommerzialisierung beinahe metaphorisch darstellt, folgt mit „Georgia“ irgendetwas zwischen Kapitulation und Neuerfindung. Die dunkle Masse löst sich auf, zehrt im eigentlichen Outro „Warning Signs“ von der Vergangenheit und zieht am Ende eine Fratze – eine glückliche Fratze.

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