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WHY? – AOKOHIO

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Das clevere Anti-Pop-Kerlchen Yoni Wolf irritiert wieder mächtig herum auf dem inzwischen siebten Why?-Album „AOKOHIO“. Für mich war der notorisch schwer greif- und beschreibbare, seltsam rappende Genre-Vermenger ohnehin stets eine konsequente heutige Weiterentwicklung eines frühen, experimentierfreudigen Beck.

Und tatsächlich: fragmentarischer, unsteter, kurioser wird schwierig im Jahr 2019. Indietronic, Alternative und Hip-Hop geben sich auf „AOKOHIO“ ein Stelldichein.

Eines, das immer wieder überzeugt, Yoni Wolf ist nicht von ungefähr ein Kritikerliebling. Aber gleichzeitig werden auch mindestens genauso häufig, wenn nicht gar leicht überwiegend, nur Versatzstücke produziert, die in der Luft hängen bleiben, aus denen hätte mehr werden können, wäre da mehr Mut zu einem geschlossenen Songkonstrukt vorhanden.

Aber das wäre ja langweilig und Mainstream. Ja, es ist ein schmaler Grat mit dem Yoni. Er ist jetzt aus seinem heimat-gewordenen Nordkalifornien zurückgezogen in seinen Herkunftsort. Cincinnati, Ohio, ist wahrlich nicht der Selbstverwirklichungstraum ambitionierter Post-Hipster, die Talent aufweisen, aber es irgendwie nicht so recht schaffen einen zielgerichteten Weg zu gehen.

Okay, es hat den größten Oktoberfestableger der USA und ein großes und wichtiges Tennisturnier. Aber aus dem Künstlersumpf Bay Area hierhin zurückzukehren, aus welchen Gründen auch immer, kann eine gewisse Grundmelancholie und -ironie durchaus verstärken.

Lyrisch ist es eigentlich, wie immer, nicht uninteressant, was Wolf so alles pseudorappt. Aber „AOKOHIO“ kennt so kurze Aufmerksamkeitsspannen, dass man einfach die Geduld verliert – und das bei 32 Minuten Spielzeit und 19 Tracks.

Im Sport kategorisiert man etwas wie Why? als ewiges Talent. Es ist tatsächlich langsam, aber sicher auch bei Yoni Wolf wohl zu spät, dass sich daran noch etwas Grundlegendes ändert.

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