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Adam Green (Credit Pete Voelker)

Adam Green – Engine Of Paradise

Eingefleischte Kritiker und böse Zungen, die den Namen Adam Green spätestens seit dessen „Aladdin„-Trip ganz oben auf der Abschussliste führen, gehen schon beim Blick auf die Tracklist des neuen Studioalbums des US-Songwriters auf die Barrikaden.

Und in der Tat, mit nicht einmal einer halben Stunde Spielzeit gießt der Entertainment-Tausendsassa scheinbar schon vorab weiteres Öl ins Feuer. Andererseits kommt das Sprichwort „In der Kürze liegt die Würze“ nicht von ungefähr.

Und so kommt man auch bei dem hier vorliegenden Fall schon nach der Hälfte des Präsentierten zu der Erkenntnis, dass weniger manchmal durchaus mehr sein kann.

Soll heißen: Adam Green verliert sich nicht im endlosen Multimediasound-Nirgendwo, sondern komprimiert seine Erinnerungen an die erfolgreichen Nuller-Jahre mit Hilfe fokussierter Crooner-Vibes und prägnanten Zuarbeiten aus den Häusern Welch, Richardson und Katanski.

Letzterer ist ein herausragender Arrangeur mit östlichen Wurzeln, die man – eingepfercht in liebliche Arrangements – immer wieder pointiert heraushören kann. Das Gemeckere über die geringe Spielzeit macht schnell Platz für euphorisches Raunen.

Denn Adam Green wandelt mit seinem lakonischen Bariton wieder verstärkt auf den Spuren von Scott Walker und Serge Gainsbourg.

Mit ein bisschen Alkohol im Blut („Wines And Champagnes“), anatolischem Bezirze („Gather Round“), lieblichen Streichern („Escape From My Brain“) und in Hall gebetteter Melancholie („Rather Have No Thing“) lässt sich jeder Abend ausklingen als gäbe es kein Morgen.

Adam Green liefert den perfekten Soundtrack für das Candlelight-Dinner mit Tiefgang. Darauf ein Glas Schaumwein. Cheers!

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