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Schrottgrenze – Alles zerpflücken

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Schrottgrenze waren lange von der Bildfläche verschwunden, bis sie mit „Glitzer Auf Beton“ 2017 schlagartig zurück waren und in ihrem schnörkellosen Indie-Pop mehr als nur eine Message versteckt haben.

„Alles Zerpflücken“ ist mittlerweile das neunte Studio-Album des Quartetts und setzt da an, wo zu viele Leute gerne weghören.

Der Opener „Life Is Queer“ thematisiert genau das, was der Titel bereits vermuten lässt. Nach einem getragenen Klavier-Akkord stellt sich bereits in der ersten Zeile Frontmann Alexander Tsitsigias als Saskia Lavaux –  „‘ne kräftige Schwester mit Make-Up gegen die Angst“ – vor und macht damit gleich zu Beginn die großen Themen auf „Alles Zerpflücken“ klar:

Rollenklischees, toxische Männlichkeit, Antisemitismus, Konsumkritik und natürlich die LGBT-Community. All das verpacken Schrottgrenze in zehn Songs ihrer typischen Indie-Pop-Hymnen.

Obwohl der große Ohrwurm-Hit auf „Alles Zerpflücken“ fehlt, gehört dem Album allein wegen seiner Thematik Gehör geschenkt.

Der Titelsong beispielsweise wagt sich in Richtung neuer musikalischer Gefilde auf, die dem Quartett gut stehen. Ein Reggae-Vibe trifft auf einen eingängigen Refrain und einen Text, für den auch die Verdeutlichung sexueller Vorlieben keine Grenzüberschreitung ist.

Phrasen wie „Villa Kunterbunt“ sind natürlich keine poetische Höchstleistung, aber die stand bei Schrottgrenze sowieso nie im Fokus.

Für „Das Kapital“ haben Schrottgrenze hochkarätige Gäste gewinnen können. Gemeinsam mit Michael „Elf“ Mayer und Dirk „Dicken“ Jora der politischen Punkband Slime hauchen sie deren fast 40 Jahre alten Klassiker neues Leben ein und fordern mit ungewöhnlich sanften Tönen den Tod des Kapitals für einen Neubeginn.

Dass ein passendes Gitarren-Solo trotzdem nicht fehlen darf, erklärt sich von selbst. „Nachtglühen“ ist als letzter Song „To all my sisters / To all my queens / To all the people inbetween“ gewidmet.

Auch wenn „Alles Zerpflücken“ musikalisch hinter großen Schrottgrenze-Hits wie „Fernglas“ oder „Das Ende Unserer Zeit“ zurückbleibt, sind in Zeiten wie heute „Wo Rassisten und Multis die Welt regieren / Wo Leben und Umwelt keinen interessieren“ die Botschaften, die Schrottgrenze vertonen und verkörpern, dringlicher denn je.

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