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The Sherlocks (Credit Andrew Cotterill)

The Sherlocks – Under Your Sky

Eins muss man The Sherlocks lassen: ihre Bandzusammensetzung ist doch recht ungewöhnlich. Die beiden Brüderpaare Kiaran & Brandon Crook und Josh & Andy Davidson haben sich vor einigen Jahren zusammengefunden, um das Quartett zu gründen.

Und wie den meisten bekannt sein dürfte (man nehme zum Beispiel Oasis), ist es nicht gerade einfach, Musik mit seinen eigenen Geschwistern zu kreieren. Da ist Streit meistens vorprogrammiert. Und bei The Sherlocks sind es sogar noch zwei Geschwisterpaare!

Jedoch scheint hier von Fehden keine Spur zu sein, denn die vier britischen Jungs kehren diese Woche mit ihrem zweiten Longplayer namens „Under Your Sky“ zurück.

Im Gegensatz zu ihrem vor zwei Jahren erschienen Debütalbum „Live For The Moment“ setzen sie in „Under Your Sky“ auf einen klareren und ausproduzierteren Sound. Von schroffen Rock-Gitarren geht es nun über zu gefälligerem Stadion-Rock zum Mitsingen.

Vielen Fans wird das übel aufstoßen, denn wer mag es schon, wenn die raue Lieblingsrockband, die vor allem für das Unperfekte in ihrer Musik geliebt wird, plötzlich einen auf poppigen Mainstream-Rock á la The Killers macht?

The Sherlocks scheinen sich jedoch klar für diese Linie entschieden zu haben und präsentieren sich auf „Under Your Sky“ nun im Mainstream-Rock-Gewand. Ihnen scheint das gut zu gefallen, denn das komplette Album reiht eine potenzielle Rock-Hymne an die andere.

Da wäre zum Beispiel der Track „Give It All Up“, der als Sinnbild für die ganze Platte genommen werden kann. Hier trifft ein eingängiger Chorus („Give it all up to me“) auf einprägsame Melodien, die von einer gefälligen Stimme und deren Background-Vocals getragen werden.

Das alles wird dann mit einem ruhigen Schlagzeug und ein paar E-Gitarren-Akkorden aufgepeppt, die wohl das „Indie“ in der Musik bewahren sollen. Netter Versuch, aber Indie ist das sicherlich nicht mehr.

Feststellen lässt sich auf „Under Your Sky“ auf jeden Fall, dass die Sherlocks nicht nur schroffe Gitarrenmusik abliefern können, sondern auch dazu fähig sind, unkomplizierte Alternativesongs zu schreiben, die auch vor großem Publikum funktionieren werden.

Ob das in diesem Fall eine gute Fähigkeit ist, sei mal dahingestellt.

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