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Blaudzun – Musik ungeklärter Herkunft

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Wenn die Muse einen so oft küsst wie Blaudzun, hat man überhaupt noch Zeit zu Atmen? Der niederländische Musiker, der eigentlich Johannes Sigmond heißt, veröffentlicht nun schon das vierte Jahr in Folge gebündelte, neue Musik.

Zugegeben, an packenden Melodien oder ausgefeilten Texten arbeitet der Songwriter in der Zeit zwischen seinen Veröffentlichungen wohl nicht. Dafür überzeugt Blaudzun mit ganz anderen Stärken:

Kreativität nimmt bei ihm viele Formen an, Musik sowieso. Mit seinem siebten Studioalbum „Musik ungeklärter Herkunft“ gelingt es Blaudzun, von der ersten Sekunde an zu faszinieren und seine Zuhörer dem Alltag zu entreißen.

Während die ersten Töne des Openers „Pirouette Fall (From Unknown Source)“ sich wie Störgeräusche anhören, nimmt der Song schnell Bon-Iver-Gestalt an. „Of Moonrise And Birds“ gelingt ein ähnlicher Wechsel, ohne Gesang, während „Talk (Sonate)“ feinste Klavierkunst zeigt.

„Light Runner“ spielt mit einem sanft-drückenden Bass und sanften E-Gitarren-Klängen. Sigmonds rauer Gesang rundet die gemütlich-kühle Atmosphäre ab, bis die Instrumente sich in einer scheinbar unendlichen Schleife wiederfinden.

Mit dem fast sieben Minuten langen Stück kommt auch der Bruch auf „Musik ungeklärter Herkunft“: Zunehmend werden aus den Stücken eher Soundgerüste, die zwar auch in ihre jeweilige Klangwelt entführen, aber nicht nur von angenehmen Momenten geprägt sind.

Verzerrte Stimmen treffen in „… oder ach“ auf noch verzerrtere Klänge. In „Frühling“ treffen mehrere Blasinstrumente aufeinander – mal hektisch, mal zaghaft und mal verspielt, ergeben sie ein Klang- und Stimmungsbild, dass sogar an Sergei Prokofjews „Peter und der Wolf“ erinnert.

Sigmonds Gesang stößt hier übrigens nicht dazu, die Instrumente stehen wie so oft auf „Musik ungeklärter Herkunft“ für sich. Das Schlusslied ist schließlich eine abstrakte Ansammlung von Tönen und Zerrungen.

Damit bleibt es Musik, die entreißen kann. Aber definitiv auch Musik, auf die man sich erst einmal einlassen muss.

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