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Saint PHNX (Credit Rory Barnes)

Saint PHNX – DDMN

Die Verbindung zwischen Geschwistern kann auch in der Kunst von Vorteil sein: Die Brüder Stevie und Alan Jukes teilen nicht nur ihre Begeisterung für Musik, sondern lassen sich auch von den gleichen Bands inspirieren:

Twenty One Pilots und Imagine Dragons zählen zu ihren gemeinsamen Referenzen. Auf diesen Spuren bewegen sie sich als Duo Saint PHNX auch in ihren eigenen Songs auf dem Debütalbum „DDMN“.

Der geheimnisvolle Titel steht gleichzeitig für die Vorabsingle „Deadman“. Ein Song, den Stevie und Alan Jukes über ihren Vater geschrieben haben und der mit sanften Gitarrenakkorden, prägnantem Klatsch-Rhythmus und einem erst später aufbrausendem Gesang wohl zu den ausgeglicheneren Songs des Albums gehört.

In „Sorry“ behalten Saint PHNX das gleichbleibende, melodisch bestimmende Stampfen bei und bedienen sich damit einfachsten Tricks des Radiopops, die Imagine Dragons in ähnlicher Form bereits seit Jahren durchgespielt haben.

Das Rad im Alternative-Pop lässt sich nur mühsam neu erfinden, doch auf „DDMN“ ist die Originalität von Saint PHNX eine kaum hörbare:

Während das stampfende „Rise“ sowohl den Takt als auch die melodische Anmutung von Rag’n’Bone Mans „Human“ aufarbeitet, klingen die Endstücke „Follow“ und „Up To The Stars“ wie Songs, die Ryan Tedder so auch noch Jahre nach dem Höhepunkt seiner Band OneRepublic hätte schreiben können.

Obwohl Saint PHNX sich zumindest mit einer emotionalen Bandbreite Mühe geben, bringt ihr Debütalbum keine neuen Ideen des Genres mit. Und vielleicht liegt hier auch das tragische Problem in der zu offensichtlichen Möglichkeit, die Brüder mit anderen Musikern zu vergleichen, von denen sie offenbar mehr als nur ein wenig Inspirationen ergattert haben. Und vielleicht auch im trägen Genre an sich.

Gesang, der sich auf und ab windet und mit energischen Trommelschlägen und tiefen, elektronischen Sounds unterlegt ist, kann möglicherweise ein Hit werden, aber muss deshalb noch lange nicht nachhaltig herausragen.

Das sollten sowohl Saint PHNX als auch Imagine Dragons und Co. wohl endlich lernen.

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