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Squarepusher – Be Up A Hello

RubrikAlben
Künstler*inSquarepusher
LabelWARP

Tom Jenkinson alias Squarepusher stottert nach über vier Jahren wieder mit Drill’n’Bass durch Stroboskop-Räume und trägt seine quirligen Breakbeats über Vintage-Instrumentarium bis in die Mario Party hinein.

Der Elektro-Pionier aus Essex war ein prägender Part des ursprünglichen IDM-Booms und in der goldenen Ära der späten 90er Jahre einer der wichtigsten Künstler von Warp.

Im Gegensatz zu seinen Artgenossen Aphex Twin oder Autechre war er nie wirklich weg und hat sich auch über längere Durststrecken ohne neues Squarepusher-Album stets musikalisch umgetrieben.

Dabei ist ihm nicht alles geglückt, weil er immer wieder mittlere bis große Risiken eingegangen ist, sei es als Frontmann der erfolglosen Band Shobaleader One, als Soundtracker für eine Kinderfernsehsendung, bei seinem Experiment mit japanischen Robotern (Squarepusher x Z-Machines) oder seiner Laubsägenarbeit „Solo Electric Bass 1“.

Diese zum Teil recht experimentellen Ausflüge reichern sich in seinem 14. Album als Squarepusher an und kommen „Be Up A Hello“ mal zu Gute und mal in die Quere.

„Speedcrank“ etwa, macht seinem Titel alle Ehre und zuckt wie ein zugedröhntes Shuffle-Monster über den grell leuchtenden Dancefloor. Das ist freilich Geschmacksache, aber doch eine deutlich nachvollziehbarere Übergeschnapptheit als die völlig zerschossenen „Zerminal Slam“ und „Mekrev Bass“, die bewusst mit Unschönem konfrontieren.

Ganz anders der vergleichsweise fast zutrauliche Auftakt der Platte:

„Oberlove“ und „Hitsonu“ preschen nicht mit der ganz großen Beat-Keule voran, gestalten sich luftig, und leisten sich mit kindlichen, aber nie gänzlich albernen Synthesizer-Sounds einen eigenen Reiz, der sich vor der Nintendo wiederfindet.

Das beatlose „Detroit People Mover“ teilt dann eine hektische Platte als Verschnaufpause in zwei Hälften.

Für „Be Up A Hello“ verzichtete Jenkinson auf die im Laufe seiner Karriere entwickelte Software und konstruierte das Album mit einer kleinen Ansammlung an Vintage-Hardware, darunter ein Commodore VC-20 und ein PC aus den 1980er Jahren.

Im Rahmen dieses Aufnahme-Settings hat Squarepusher die meisten Stücke auf „Be Up A Hello“ in einem einzigen Take aufgenommen. Wer bei der rasenden Geschwindigkeit doch einen Cut in den One-Takes hört, schreibe der Redaktion oder wechsle das Kart.

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