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Cavetown – Sleepyhead

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Der 21-jährige Singer-Songwriter Robin Skinner, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Cavetown, macht einen der größten Schritte in seiner Karriere. Mit “Sleepyhead” veröffentlicht er sein erstes Major-Label-Debüt.

Aber Moment mal – Cavetown ist doch schon seit mehreren Jahren im Geschäft? Richtig, das neue und mittlerweile vierte Album ist das erste, das der britische Indie-Pop-Künstler und YouTuber nicht selber veröffentlicht, sondern mit Sire Records, bekannt durch Künstler wie Tegan & Sara, Silversun Pickups, Wilco oder The Subways, einen starken Partner an seiner Seite hat.

Doch keiner muss Angst haben, denn vieles hat sich zum Glück nicht geändert. Alle 11 Songs auf dem neuen Longplayer hat Robin Skinner wie immer in seinem Londoner Schlafzimmer selber geschrieben, aufgenommen, produziert, gemischt , gemastert und will der Welt beweisen, dass er nicht nur ein Eckpfeiler der Schlafzimmer-Pop-Community ist. 

Das Album ist voll von Indie-Rock-Nuancen, knarrenden Akustikgitarren und poetischer Lyrik, die durch ruhige Melodien gestützt werden. Neben älteren Fan-Lieblingen wie „Feb 14“, „Telescope“ und „Things That Make It Warm“ gibt es auf dem neuen Album auch acht neue Songs zu hören. 

Schon der Opener und die erste Singleauskopplung “Sweet Tooth” besticht durch eine grandiose Mischung aus trauriger Poesie in der Strophe und energiegeladenen Klängen im Refrain, die sich aber sogleich wieder ins Gegenteil  ändern.

Die ersten Zeilen “Feeling sick of myself / Think I’ll try to be someone else” strotzen von purer Melancholie. Die seichte und auf ein Minimum gehaltene Gitarrenbegleitung erzeugt dabei den Rest. Im Chorus wird es dann schon positiver:

“Feel like a kid, I double tap / My chest with my fist / I like you / Say it back”. Klanglich erinnert der Songs stark an Weezers “Undone – The Sweater Song”, der mit ähnlich spielerischen Mitteln eine enorme Wirkung beim Hörer erzeugt.

Weiter geht es mit “For You”, einer Reprise des Opening-Songs “Sweet Tooth”. Klanglich hat sich bei dem knapp zwei Minuten langen Lied viel verändert. Aber aus der Melancholie wird Optimismus, Lebensfreude und Frohsinn, getragen von der Stimme Robin Skinners, vielen Effekten, die das Momentum umkehren und einem Chor, der die positive Stimmung weiter untermalt.

Schon bei den ersten Liedern von „Sleepyhead“ merkt man, dass Cavetown viel experimentierfreudiger als auf den anderen Alben ist. Liegt das vielleicht an der neu vorhandenen Freiheit durch ein Label?

Mit “Telescope” und “Feb 14” folgen zwei bekannte Songs, die im letzten Jahr schon veröffentlicht wurden. Beide sind auch eher ruhig, nachdenklich aber voller Poesie.

Dazu reiht sich “Pyjama Pants”, das auch eher ruhiger einhergeht, aber im weiteren Lauf Fahrt aufnimmt und stark an den Klang von Elliott Smith erinnert. Der dröhnende Bass im Hintergrund, das leichte Banjo, das die Stimmung untermalt – alles greift perfekt ineinander und lässt einen in die Gedanken von Robin Skinner eindringen.

Weitere Highlights auf “Sleepyhead” sind “Snail”, bei dem sich Skinner Unterstützung in Form seiner YouTube-Kollegin Chloe Morando sucht, und “I Miss My Mum”.

Im letzteren Track „Empty Bed“ klagt Cavetown über das Heimweh. Textlich nicht ganz so stark wie die anderen Songs, aber die Liedzeilen harmonieren sehr gut mit der Musik. Die angenehme, vertraute und saubere Gitarre sowie die bissigen, engen Drums säumen die eingängig, wenn auch formelhaften Verse des Textes.

Auch wenn diese etwas klobig daherkommen (“Sing a new song / That’s been there all along / Throw it out into the distance / There’s no way to sing it wrong”), werden sie durch den kraftvollen Refrain (“I miss my mum”) verbessert.

Indem er sich nun weniger auf die lästigen Aspekte des Musikbusiness konzentriert, bündelt Cavetown seine Energie auf “Sleepyhead” in das, was die Fans wirklich wollen: Songs, die selbstreflektierend, gelegentlich unbeschwert, weitgehend ergreifend, aber immer authentisch sind.

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