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Joe Volk + Naiare (Credit Kim Corti)

Joe Volk + Naiare – Primitive Energetics

Drums, Bass und Gitarre, das sind die Hauptbestandteile auf diesem Album der Band Naiare und Joe Volk – und vor allem dessen ruhiger, melancholischer Gesang.

Mit „Primitive Energetics“ schaffen die Musiker ein unscheinbares Juwel, das das Understatement feiert. In den meisten Momenten.

Joe Volk, das ist der frühere Sänger und Gitarrist von Crippled Black Phoenix. Seit 2013 ist der gebürtige Brite und heutige Wahlschweizer auf eigener Faust unterwegs.

Nachdem er nach seinem letzten Album, „Happenings and Killings“ von 2016, mit Schlagzeuger Thys Bucher und Bassist Jürg Schmidhauser auf Tour war, haben sich die Künstler mit diesem Nachfolger zusammengetan. Thomas Fahrni kommt mit der Gitarre dazu.

Wenn bei „The Decline“ ein zurückgelehntes Schlagzeug einen bluesigen Rhythmus gibt, wenn bei „Individuation“ Volks Stimme um leise Bass-Akkorde tanzt, dann hat das Album in diesen Momenten etwas von einem intimen Wohnzimmerkonzert.

Allzu gewiss sollte man sich in dieser Wohligkeit aber nicht wähnen. Denn dann wird man von Volk und seinen Kollegen eiskalt erwischt, wenn nach den ersten Akustik-Tracks das kreischend-schrille Intro von „The Lives Of Others“ aufhorchen lässt. Über sechseinhalb Minuten hinweg entwickelt sich der Song zu einer eindringlichen Rock-Hypnose.

Ähnliche Psychedelic-Qualitäten hat „Timebombs“, mit zittrigen, übereinander geschichteten Elektro-Rhythmen und einer Kraft, der man sich kaum entziehen kann.

Joe Volk + Naiare bringen mit „Primitive Energetics“ ein Album, das in den akustischen wie in den psychedelischen Momenten ein intensives Erlebnis ist.

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