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A.A. Williams (Credit Bella Union)

A.A. Williams – Forever Blue

Songtitel wie „Love And Pain“, „Melt“, „Dirt“ und „Fearless“ sprechen eine deutliche Sprache. Und in der Tat: Auf dem Debütalbum von A.A. Williams könnte es kaum tiefer, intensiver, bedrohlicher und atmosphärischer zugehen.

Dass die Londoner Multiinstrumentalistin ihr Longplayer-Spektakel am Ende mit einem beruhigenden „I’m Fine“ abschließt, ist kein schlechter Scherz, sondern der Tatsache geschuldet, dass es einem nach so viel sehnsüchtiger, berührender und emotional aufwühlender Befreiung einfach gut gehen muss.

Singer/Songwriterin Williams, die neben dem Cello auch noch das Klavier und die Gitarre zu ihren besten Freunden zählt, beeindruckte bereits auf ihrer selbstbetitelten Debüt-EP, einer Kollaboration mit der japanischen Rockband Mono und zahlreichen Coverversionen (Deftones, Radiohead, Nine Inch Nails).

Nun nimmt die Britin die wohl größte Einsteigerhürde eines jeden träumenden Musikers mit einer Leichtigkeit, dass selbst langjährigen Anhängern tiefgründiger Post-Rock-meets-Singer-Songwriter-Klänge nichts anderes übrig bleibt, als applaudierend Spalier zu stehen.

A.A. Williams zieht auf „Forever Blue“ alle Gefühlsregister. Die sich stets still und leise anpirschenden Songs brechen irgendwann aus, lösen alle Ketten und verabschieden sich schließlich in einem emotionsgeladenen Feuerwerk aus Klassik, Rock und Alternative.

Egal, ob Hand in Hand mit Johannes Persson, Fredrik Kihlberg (Cult Of Luna) und Tom Fleming (One True Pairing, Ex-Wild Beasts) oder im Alleingang, lediglich unterstützt von Drummer Geoff Holroyde:

A.A. Williams lässt in ihren Songs in punkto Intensität und Dynamik keine Wünsche offen. Einzelne Lieder herauszupicken macht nur wenig Sinn, denn „Forever Blue“ fesselt vor allem als großes Ganzes.

Wie eine zwischen Licht und Schatten, schwarz und weiß, Wehleid und Hoffnung pendelnde Reise durch sämtliche Gefühlswelten, schleicht, wandelt und stampft das Werk durch musikalische Dekaden, geprägt von Moll-Großkalibern wie Beth Gibbons, Chelsea Wolfe, Nick Cave, Mogwai und den Deftones.

„Forever Blue“: Großes Sound-Kino für dunkle Stunden.

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