Joergundtoene aus Frankfurt haben letzte Woche ihre neue Single “Schlaf ein” veröffentlicht.

Der Titel passt  vielleicht ganz gut zur Jahreszeit. Was wie ein einfaches Schlaflied wirkt, ist jedoch in Wirklichkeit ein düster-ironischer Kommentar zum Zeitgeschehen.

Im dazugehörigen Video sieht man das schlafende Gesicht des Frontmanns Jörg Woinowski in einer einzigen, ungewöhnlichen Einstellung. Im Hintergrund ziehen Wolken vorbei, eine Wohnsiedlung taucht auf und verschwindet, ebenso bunte Sterne. Es könnten Traumbilder sein oder Hinweise auf das immer währende Werden und Vergehen. Die Ruhe, welche die Bilder und die Musik ausstrahlen, wirkt jedoch trügerisch.

Der Text handelt von Sternen, die nicht alle am Himmel bleiben und von Göttern, deren Herrschaft nur kurz dauert. Ein Büste Cäsars zieht von rechts nach links durchs Bild oder, wenn man so will, von Ost nach West. Was natürlich nicht der Expansionsrichtung des Alten Rom entspricht.

Konkreter wird es nicht, es ist kein Lied mit klarer politischer oder weltanschaulicher Botschaft. Es ist wohl eher ein Versuch, die Stimmung einzufangen, die die politische Großwetterlage bisweilen auslöst – der Wunsch, einfach zu schlafen, bis alles wieder gut ist.

Auf die Frage, warum das Lied ohne Bass und Schlagzeug, und damit ohne Stefan Kreuscher und Antonius Koch auskommt, sagt Jörg Woinowski, dass das Stück so eben schon vollständig sei: “Joergundtoene ist eine an Text und Komposition ausgerichtete Band. Natürlich könnte man da den Bass wunderbar ein paar Flageoletts spielen lassen, und ein bisschen Percussionsgeraschel schadet auch nichts. Es vertieft den Eindruck aber nicht. Vielleicht machen wir das mal live, da gelten andere Spielregeln.”, erklärt Jörg weiter.

www.joergundtoene.de/

Unterstützt von MusikBlog Newcomer Programm. Wie findet ihr den Song? Schreibt einen Kommentar oder markiert es als Favoriten für die MusikBlog Newcomer Charts.

Facebook
Twitter

Schreibe einen Kommentar

Das könnte dir auch gefallen

Login