Rachel Brown und Nate Amos, besser bekannt als das US-amerikanische Duo Water From Your Eyes, veröffentlichen mit der Single „Barley“ den Auftakt für ihr kommendes achtes Album via Matador.
Es geht Schlag auf Schlag: Seit 2018 sind Water From Your Eyes auf Zack, denn in jedem der folgenden Jahre brachten sie eine Platte heraus. Zuletzt mit „Structure“ und „Structure Demos“ sind die beiden nun insgesamt schon sieben Jahre lang im Musikgeschäft tätig.
In all der Zeit manifestierten Brown und Amos einen Pop-Sound, der von experimentellen Strömungen regelmäßig durchzogen wurde. Ob Ambient, Shoegaze, Rock – die New Yorker Band bedient die Sounds, die sich passend zu ihrer kritischen Musik einfügen lassen.
Wichtig ist Water From Your Eyes dabei immer eine Prise – oder ein Kilo – Humor, wie „Barley“ zeigt: „One two three / Counter / You’re a cool thing count mountains“ erklingt es im Refrain, während die seltsam verzerrte Tonalität zwar sowohl ein Elefant im Raum ist als auch sich als ein aufregendes, absurdes Sound-Erlebnis erweist.
Hier werden elektronischer Dance mit Rock sowie futuristischen Elementen vermischt, sodass aus dieser Fusion letztendlich nichts Ganzes und nichts Halbes rauszuhören ist. Die Selbstdefinition der Band lautet: „Sad Dance Band“, welche nicht nur durch den Sound, sondern auch durch die Lyrics untermauert wird.
Denn wie auch in „Barley“ beweisen die Brooklyner in ihrer gesamten Diskografie, dass sie nichts von klaren Strukturen – und klaren Worten halten. Es ist ein ewiges Enträtseln, das zusammen mit dem entfremdeten Sound eine Atmosphäre schafft, die dann der Hörerschaft von den dunklen Seiten des Lebens erzählen kann.
Und das immer mit verwirrenden, scheinbar zusammenhanglosen Texten, die ein gewisses Unbehagen auslösen.
Mit ihrer kommenden Platte „Everyone’s Crushed“ im Gepäck gehen Water From Your Eyes mit diesem Gefühl vollgas aufs Glatteis, gepaart mit einem Sound, der selbst für die Alternative-Pop-Gruppe experimentell ist. Am 26. Mai 2023 wird das neun Tracks umfassende Neuwerk über den Tresen gehen, mit dem sich das Duo vielleicht neu erfindet.
