Alice Cooper zelebriert auf seinem neuen Album „The Revenge Of Alice Cooper“ ein Revival der besonderen Art. Nach fünf Jahrzehnten ist er zum ersten Mal wieder mit seiner alten Band vereint. Und wir stellen uns die Frage: Schockt das noch wie damals?

Alice Cooper kann auf eine lange und bewegte Karriere zurück blicken. Seit den späten 60er Jahren tourt er als „Pate des Shock-Rock“ durch die Lande. Und hat so manche Wandlung durchgemacht. Wie eine Schlange hat er sich sprichwörtlich immer wieder gehäutet. Zum Vorschein kamen Genres wie Hard-Rock und Garage-Rock und Heavy-Metal.

Dabei blieb er immer wieder seinen Themen treu: Schwarzer Humor. Irrwitziger Wahnsinn. Der Abgesang auf den „American Dream“. Aber immer wieder auch: Starke Frauen. Schwache Männer. Die Liebe zum Leben.

All das zelebriert er auch auf „The Revenge Of Alice Cooper“. Mit viel Ironie und Augenzwinkern hält er sich und uns den Spiegel vor. Lässt uns teilhaben am Wahnsinn des Alltags. Eines Alltags mit all seinen zerbrochenen Träumen und seinem nie verlorenen Optimismus, all seinen heuchlerischen Glaubenssätzen und seiner nie aufgegebenen Klarheit. Und all dem Horror und makabren Witz eines Lebens voller Glücksritter und gescheiterter Existenzen.

Alice Cooper ist gläubiger Christ. Da erwartet man eine leidenschaftliche Predigt von der Kanzel herab. Stattdessen schlüpft er – wie so häufig – in die Haut des Bösewichts. Ertränkt sich selbst im Weihwasser. Treibt sich die Dämonen aus. Und kommt dann am Ende als geläuterter Held des kleinen Mannes heraus.

Das tut Alice Cooper auf „The Revenge Of Alice Cooper“ mit einer schier unerschöpflichen Energie. Jeder Song ist wie ein Blitzstoß, der die Zeitmaschine auflädt und den DeLorean auf 1.000 Meilen pro Stunde beschleunigt. Und uns wieder in die klassische Ära des Shock-Rock zurück katapultiert.

Bleibt also nur die Frage: Schockt das noch wie damals? Die Antwort: Hell yeah! Es schockt und es ist ein wahrer Genuss.

Schreibe einen Kommentar

Das könnte dir auch gefallen

Album

Bush – I Beat Loneliness

Album

Helmet – LEFT

Album

Justin Sullivan – Surrounded

Login

Werde MusikBlog-Mitglied!

Werde MusikBlog-Fan-Mitglied und du kannst Alben als Favorit markieren und deine eigenen Jahres-Charts erstellen.

Erlaube Benachrichtigungen OK Nein, danke