Philine Sonny hat heute ihre neue Single „Gatekeeper“ veröffentlicht. Der Song stammt von ihrem Debütalbum „Virgin Lake“, das im April 2026 via Nettwerk erscheint.

Die neue Single und das angekündigte Debütalbum markieren den Beginn einer beeindruckenden Reise durch das Erwachsenwerden. Denn was Philine Sonny in „Gatekeeper“ abliefert, brennt sich ins Gedächtnis: Ein selbstbewusster Rundumschlag gegen männliche Respektlosigkeit in der Musikindustrie, verpackt in Zeilen wie „We’re classified, patronized / Disrespected, pressurized / You’re a fucking know-it-all“, die direkt ins Schwarze treffen.

„‚Gatekeeper‘ ist ein selbstbewusster Song darüber, als Frau in der Musikindustrie nicht respektiert zu werden – und vor allem darüber, das nicht mehr hinzunehmen“, erklärt Philine Sonny selbst. Und man glaubt es ihr aufs Wort, wenn sie von diesem „großen Mittelfinger an einige der Männer“ spricht, die ihr auf Konzerten begegnet sind. Hier spricht jemand Klartext – endlich.

Dabei schafft es die 20-jährige Künstlerin, trotz aller berechtigten Wut musikalisch nahbar und verwundbar zu bleiben. Das ist die große Kunst von Philine Sonny: Sie kann laut und unbequem sein, ohne ihre Sensibilität zu verlieren.

Wer ihre bisherigen EPs „Lose Yourself“ (2023) und „Invader“ (2024) kennt, weiß bereits um ihre Fähigkeit, komplexe Gefühlswelten zwischen Depression, Selbstkritik und familiären Brüchen mit beeindruckender Intimität zu durchleuchten.

Ihr kommendes Album „Virgin Lake“ verspricht nun die Vollendung dieser künstlerischen Entwicklung. Inspiriert von Benedict Wells‘ Roman „Hard Land“ und einer Soloreise nach Norwegen, hat Philine Sonny ihr Album in vier Abschnitte unterteilt – eine Art musikalischer Roadmap durch die Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens. Von der „wütenden, jungen Frau“ über die „traurige, frustrierte, sich entwickelnde“ Version bis hin zu der Erkenntnis, dass echter Fortschritt Zeit braucht.

Die gebürtige Unnaerin, die bereits mit zehn Jahren am Schlagzeug saß und inzwischen Gitarre, Klavier, Bass und Produktion beherrscht, bewegt sich stilistisch zwischen Indie-Rock, Folk und Bedroom-Pop. Ihre Einflüsse reichen von Bruce Springsteen bis Maggie Rogers – eine Bandbreite, die sich in ihrer vielschichtigen Musik widerspiegelt.

„Sonny is a rider“ – diese Zeile aus dem Refrain von „Gatekeeper“ könnte zum Leitsatz einer ganzen Generation werden. Für alle, die nicht mehr stillhalten wollen, wenn ihnen Respektlosigkeit begegnet. Für alle, die den Mut fassen, anders zu machen. Philine Sonny zeigt mit ihrer neuen Single vor, wie das geht: Mit Wut als Motor, aber ohne die Menschlichkeit zu verlieren.

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