Father John Misty hat gestern seine neue Single „The Old Law“ veröffentlicht.

Die neue Single zeigt Father John Misty von seiner besten Seite – als Songwriter, der selbst düstere Themen in klangliche Euphorie verwandeln kann. Produziert wurde „The Old Law“ von Drew Erickson und Josh Tillman. Für den Mix zeichneten Michael Harris und Jonathan Wilson in den Fivestar Studios in Los Angeles verantwortlich, gemastert hat Adam Amyan.

Das Ergebnis: eine Indie-Hymne, die treuen Fans bereits vertraut sein dürfte. Unter dem Arbeitstitel „God’s Trash“ spielte Father John Misty den Song bereits im Herbst 2024 live.

Der Track präsentiert sich als Indie-Rock-Nummer, in der ein entfesseltes E-Gitarren-Solo den Mittelteil dominiert und den Weg für ein psychedelisch angehauchtes Instrumental ebnet. Die Texte kreisen dabei um existenzielle Fragen von Leben, Vergänglichkeit und zeitloser Gesetzmäßigkeit – typisch für Father John Mistys poetische Herangehensweise.

Gut ein Jahr nach seinem letzten Album legt der US-Amerikaner also nach. „Mahashmashana“ von 2024 war laut MusikBlog-Review „eine Platte, die gleichermaßen monumental wie intim wirkt und damit die Stärken des US-Amerikaners abermals voll ausspielt“.

Auch andere Kritiker*innen waren begeistert: Variety, Pitchfork, New York Times und The New Yorker überschlugen sich mit Lob, wobei letztere „Mahashmashana“ als „ein schmerzliches Denkmal der menschlichen Unvollkommenheit“ beschrieben – eine Beschreibung, die die ambivalente Qualität des Albums treffend auf den Punkt bringt.

Was Father John Misty auszeichnet: Er ist einer der größten Songwriter der zeitgenössischen Musik und dazu noch ein begnadeter Melodiker. Diese Kombination, so selten wie ein bezahlbares Konzertticket heutzutage, erzeugt selbst in dystopischen oder unruhigen Zeiten einen euphorischen Effekt.

Seine Musik klingt auf dem Papier – oder auf Vinyl – anspruchsvoller, als sie sich in der Realität anfühlt, was paradoxerweise ihr größter Kompliment ist.

Mit „The Old Law“ liefert Father John Misty nun den perfekten Soundtrack für all jene, die ihre existenzielle Krise lieber tanzend als weinend durchleben möchten.

Die Single rundet das „Mahashmashana“-Kapitel ab und zeigt: Hier ist jemand am Werk, der weiß, wie man Kunst und Zugänglichkeit unter einen Hut bringt.

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