Blood Red Shoes haben gestern ihre neue Single „Screams“ inklusive Musikvideo veröffentlicht.

Vier Jahre Stille. Dann: „Screams“. Mit ihrer neuen Single und dem angekündigten Album melden sich Laura-Mary Carter und Steven Ansell zurück, und es klingt, als hätten sie nie aufgehört.

Das Duo aus Brighton hat die Pause nicht verschwendet. Carter widmete sich Soloprojekten, darunter das eigene Studioalbum „Bye Bye Jackie“ (2025) und eine Tour als Vorgruppe von Queens Of The Stone Age, während Ansell die Stellung hielt.

2024 feierten beide gemeinsam ihr 20-jähriges Bandjubiläum mit einem Live-Album und vier Sonderkonzerten. Jetzt aber sind sie wieder voll da.

„Screams“ ist genau das, was Fans erwarten dürfen: energiegeladen, direkt, mit jener unverwechselbaren Zwei-Personen-Wucht, die das Duo seit zwei Jahrzehnten kultiviert.

Wer sich noch an ihr letztes Studioalbum „Ghosts On Tape“ von 2022 erinnert – das MusikBlog im Review für seine „bis dato nicht dagewesene Vielschichtigkeit“ lobte, in der „rohe Riffs auf donnernde Drums treffen“ und „elektronischen Komponenten viel Platz gelassen wird“ – wird hier nahtlos anknüpfen können, nur noch etwas roher, noch etwas persönlicher.

Persönlich ist dabei kaum übertrieben. Die Band beschreibt ihren Arbeitsprozess als fast schon telepathisch: „Wenn wir live spielen, zählen wir bei den Songs nie ‚1, 2, 3, 4‘ ein, wir sehen uns einfach in die Augen und wissen, wann wir gemeinsam den Song beginnen müssen.“ Wer zwei Jahrzehnte zusammen Musik macht, braucht keine Worte mehr, nur noch einen Blick.

„Screams“ sei, so Blood Red Shoes, „ein nachdenklicher, chaotischer, unprätentiöser Rock’n’Roll-Song“, inspiriert von einem alten Foto und 22 gemeinsamen Jahren. Geschrieben, aufgenommen, abgemischt – alles selbst gemacht, niemand sonst war beteiligt. DIY im besten Sinne.

Zum Song gibt es auch ein Musikvideo, das dieser Haltung vollständig entspricht: gefilmt und geschnitten von Joseff Morgan, zeigt es die Band beim Auftritt im gemütlichen Railway Pub im englischen St Leonard’s-on-Sea, am Meer und am Straßenrand. Schroffe Ästhetik, ehrliche Bilder, kein Hochglanz. Passt.

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