Ea Othilde hat heute ihre neue EP „You’ll Leave The City“ via Koke Plate veröffentlicht.
Wer Ea Othilde noch nicht auf dem Radar hatte, sollte das schleunigst ändern. Die neue EP der in Oslo lebenden Norwegerin zeigt eine Künstlerin, die sich klanglich weiterentwickelt hat – und zwar in eine Richtung, die gleichzeitig roher und präziser wirkt als alles zuvor.
Der Sound bewegt sich zwischen Alternative-Rock und Shoegaze, mit Gitarren im Zentrum und Arrangements, die bewusst Luft lassen. Reduziert, aber dicht. Jeder Song bekommt Raum, sich zu entfalten, ohne in Überladung zu kippen. Wer bei dieser Beschreibung an die großen 90er-Jahre-Werke von PJ Harvey denkt, liegt gar nicht so falsch.
Die Vergleiche drängen sich auf, ohne dass Ea Othilde dabei wie ein Abklatsch klingt, sie hat schlicht einen eigenen, unverwechselbaren Raum gefunden.
Inhaltlich bewegen sich die Songs im emotionalen Kerngebiet der frühen Zwanziger: Beziehungen, Unsicherheit, Sehnsucht, die ewige Frage nach dem Selbst. Keine ausschweifenden Erzählungen, sondern Verdichtungen: Momentaufnahmen eines Lebensgefühls, das vielen vertraut sein dürfte.
Produziert wurde die EP von Hans Olav Settem und Marit Othilie Thorvik, der Mix stammt von Mikko Gordon, der auch schon IDLES und Arcade Fire durch den Regler geschickt hat. Kein schlechtes Umfeld.
Ea Othilde selbst beschreibt die Entstehung so: „Die EP ist ein Fenster in meinen Kopf in diesem Sommer. Die Songs kreisen um dieselben Gefühle, Ereignisse und Menschen.“ Entstanden in zwei intensiven Wochen im Studio, klingt die Platte tatsächlich wie ein Tagebuch – aber eines, das man gern liest.
Bereits die Vorabsingle „Florence“ landete in über zehn Spotify-New-Music-Friday-Playlists und in Editorials wie All New Indie und New Alternative.
Die internationale Resonanz scheint damit bereits angelegt. Kulturnews attestiert ihr „Vielseitigkeit und Reife, die weit über ihr Alter hinausgeht“ – und wer „You’ll Leave The City“ hört, wird kaum widersprechen wollen.
