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mustbejohn – Words To Live By

RubrikAlben
Künstler*inmustbejohn

Mit „Words To Live By“ veröffentlicht John Paul McCartney Barrena aka mustbejohn sein Debütalbum und schlägt zugleich ein neues Kapitel auf.

Das Album verbindet Indie, elektronische Beats, britisches Storytelling und eingängige Hooks – und zeigt einen Künstler, der sich zunehmend vom elektronisch geprägten Produzenten zum Singer/Songwriter in der breiten Welt des Indie-Pops entwickelt.

Die musikalische Vergangenheit des Rappers aus Hertfordshire bleibt dabei hörbar: UK Garage, Dance und Rap treffen auf Indie-Pop und alternative Songstrukturen.

Als Referenzen werden immer wieder The Streets, Gorillaz und Arctic Monkeys genannt. mustbejohn übernimmt deren Einflüsse jedoch nicht einfach, sondern verbindet sie mit einem zeitgenössischen, persönlichen Ansatz. Dazu kommen Sounds, die The Kooks oder The 1975 erinnern und den stilistischen Rahmen des Albums noch einmal erweitern.

Inhaltlich kreist das Album um Identität, Erwachsenwerden, Beziehungen, Selbstzweifel und die Suche nach Orientierung. Songs wie „Get The Time Back“ machen diese persönliche Perspektive besonders deutlich: Statt große Antworten zu liefern, geht es darum, im Moment zu leben und die eigene Zeit bewusst wahrzunehmen.

Der Albumtitel „Words To Live By“ fasst diese Themen dabei erstaunlich gut zusammen. Fast wirkt es, als würde mustbejohn sich selbst Lebensweisheiten in Form von Songs mitgeben.

Das Album feiert Liebe, Freundschaft und den Augenblick, erzählt von der Liebe, die man zu geben hat, von Nächten, die niemals enden sollen, und von dem Versuch, im Moment zu leben – im Bewusstsein, dass irgendwann alles vorbei sein wird. Gerade daraus entsteht eine fast kathartische Qualität: Die Songs sind weniger große Antworten als persönliche Erinnerungen daran, was im Leben zählt.

Musikalisch setzt mustbejohn häufig auf unmittelbare Hooks. „Love If You Need It“ steht exemplarisch für die eingängige Seite des Albums. Gleichzeitig lebt die Platte von den Wechseln zwischen tanzbaren und nachdenklichen Momenten, elektronischer Energie und klassischem Songwriting.

Entscheidend ist dabei auch der Genre-Mix: Neben UK Garage, Dance und Indie-Pop finden sich etwa New-Wave-Anklänge in „The Fear“ oder der Indie-Punk-Einschlag der frühen 2000er in „Doctor“.

Gerade diese stilistische Offenheit ist eine der großen Stärken dieses Debüts. Ganz ohne Schwächen bleibt dieser Ansatz allerdings nicht. Einige Songs ähneln sich in ihrem Soundbild stärker, als es die stilistische Vielfalt zunächst vermuten lässt.

„Words To Live By“ wirkt deshalb weniger wie ein endgültiges Statement als wie die Momentaufnahme eines Künstlers, der seine musikalische Identität weiter formt.

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