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Claudius Tœlke aus Bremen hat vor Kurzem sein Solo-Debütalbum „Brennglas“ veröffentlicht.

Spätestens seit Claudius Tœlke mit seinem besten Freund im Alter von ca. acht Jahren entdeckte, dass man den Kassettenspieler, auf dem die Beatles und Badesalz rauf und runter liefen, genau so gut auch anders herum nutzen konnte, um zumindest so etwas ähnliches wie Musik darauf zu bannen, konnte dieses Suchtmuster nie wieder durchbrochen werden.

Es folgte ein chaotischer Werdegang über Band-Wettbewerbe, Bravo-Bands, nicht nur musikalisch psychedelische Phasen, lange Tourzeiträume, Jazzkontrabass-Studium, Kontaktstudium und so weiter, der nach wie vor anhält.

Heutzutage arbeitet und konzertiert Tœlke in vielerlei Konstellationen für und mit anderen Künstler*innen, an Theatern, als Musikproduzent oder Espressomaschinen-Mechaniker. Zudem hat er das Glück, das Leben mit einer tollen Frau und zwei Kindern teilen zu dürfen.

2014 veröffentlichte Claudius Tœlke ein englischsprachiges Album in Trio-Besetzung, vier Jahre später eine EP nur noch als Duo und schlussendlich nun ein Soloalbum in deutscher Sprache, das er allein eingespielt und produziert hat.

Außerdem hat er gerade zusammen mit der Künstlerin Judith Lena Bartels einen illustrierten Gedichtband mit dem Namen „Brennglas“ entwickelt, so dass man zumindest davon ausgehen darf, dass keine ausgewachsene Soziopathie vorliegt.

Mit dem Album richtet Claudius den Blick auf jene kleinen und großen Widersprüche des Lebens, die im Alltag gerne untergehen. Schon der Titel liefert dafür ein passendes Bild: Gedanken, Gefühle und Beobachtungen werden gebündelt, bis sie plötzlich eine ganz eigene Schärfe entwickeln.

Statt sich in großen Gesten zu verlieren, setzt Tœlke auf Zwischentöne, persönliche Perspektiven und die Kunst, auch im scheinbar Beiläufigen etwas Wesentliches zu entdecken. „Brennglas“ wirkt dabei weniger wie eine fertige Antwort auf die Fragen des Lebens als wie der Versuch, sie genauer zu betrachten.

Ein Album, das von Selbstreflexion und dem Wunsch nach Klarheit erzählt, ohne dabei den Anspruch zu erheben, die Welt erklären zu müssen. Manchmal reicht es schließlich schon, genauer hinzusehen.

https://www.instagram.com/toelke.online/

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