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Cut Copy – Zonoscope

Cut Copy – Zonoscope

Wenn man das Cover von Cut Copy’s neuen Album „Zonoscope“ von weitem sieht, dann sieht es nicht besonders ansprechend aus. Irgendwie unmodern und so gar nicht zu einer Band passend, die überwiegend tanzbare Musik machen möchte.

Das Bild ist eine Fotomontage des 2008 verstorbenen japanischen Künstlers Tsunehisa Kimura und zeigt Manhattan, wie es gerade an einer bestimmten Stelle von einem Wasserstrom (heute würde man sagen Tsunami) überflutet wird, der einen riesigen Wasserfall bildet. Das Bild stammt aus Kimura’s „Visual Scandals“ Reihe aus dem Jahre 1979. Der erste Eindruck der Unmodernität passt also.

Nach eigenen Angaben fasst dieses apokalyptische Bild zusammen, was Cut Copy mit ihrem neuen Album ausdrücken wollten. Worauf sich das allerdings genau bezieht, bleibt zumindest mir unklar. Die Platte eine Natur Katastrophe? Das Aufzeigen der Gefahren des globalen Klimawandels? New York City in baldiger Gefahr?

Nichts von alldem passt zur Musik der Melbourner. Dieses Album ist schwungvoll und animiert zu tanzender Körperbewegung, wobei es für eine sich selbst als Elektronik-Band bezeichnende Gruppe gar nicht so elektronisch ist. Der Opener „Need You Now“ ist ein klassischer Indie Song, mit treibendem Rhythmus und netten Keyboard-Effekten. Im Laufe des Albums geht es dann stärker in Richtung Clubmusik, was in dem offiziell letzten Albumtitel „Sun God“ seinen Höhepunkt findet. Dabei bleibt der Gesang trotz der elektronischen Beats jedoch immer im Vordergrund. Cut Copy kombinieren damit auf sehr effektive Weise die Genres und liefern ein beeindruckendes Ergebnis.

Momentan eines meiner absoluten Lieblingsalben.

© Stephan Hesslich

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