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Ulterior – Wild In Wildlife

Ulterior – Wild In Wildlife

Ulterior gehören neben Romance, The Horrors und anderen zu den sogenannten neuen Bands aus dem Londoner Osten (auch wenn sie ursprünglich aus Nottingham stammen), die sich der Tradition des eher dunkleren Rocks verschrieben haben (früher hätte man vielleicht gesagt Gothic Rock).

Das Debütalbum „Wild In Wildlife“ wird derzeit nur über die Website der Band vertrieben, in 3 oder 4 verschiedenen CD/Vinyl Editionen. Auch wenn so viel Kommerz für eine Debütband vielleicht etwas übermotiviert wirkt, ist es doch angenehm zu sehen, dass eine Newcomer Band, die nicht ganz den Mainstream bedient, ihren Musikvertrieb im Griff hat (da kennen wir ja auch andere, die nur über iTunes UK oder so gut wie gar nicht erhältlich sind, siehe Cocknbullkid).

Ulterior klingen anfangs in der Tat etwas wie Sisters of Mercy, bei deren Tournee letztes Jahr spielten sie daher auch im Vorprogramm. Neben einem entsprechend angelehnten Albumcover ist insbesondere die Ähnlichkeit der Bassgitarre schon sehr auffällig und auch auf typische Features wie langsames Ausblenden am Ende der Titel wurde geachtet. Für eine Sisters Fanband sind sie jedoch eigentlich zu jung (trotz eines eindeutig huldigenden Songs namens „Sister Speed“), die meisten Bandmitglieder dürften noch nicht geboren gewesen sein, als die Sisters of Mercy ihre Hochzeit hatten. Trotzdem erstaunlich, wie viel Einfluss die Musik dieser Epoche heutzutage noch hat.

Im Laufe der Platte emanzipieren sich Ulterior jedoch und entwickeln einen satten, teilweise hymnischen Sound. Das Ganze modern schnell, poppig und trotzdem auf eine gewisse Art geheimnisvoll. Und damit gelingt dann doch ganz gut der Transport des Früheren in die Moderne.

© Stephan Hesslich

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