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R.I.P. Gil Scott-Heron

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Der Musiker und Dichter Gil Scott-Heron ist am 27. Mai im Alter von nur 62 Jahren gestorben.

Der in Jackson, Tennessee in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsene Gil kam bereits früh mit Rassismus in Kontakt. Daraus hat sich dann später ein entsprechendes politisches Engagement entwickelt, womit Scott-Heron sicher ein Vorreiter des neuen schwarzen Bewusstseins von Amerika in den 70er Jahren geworden ist. Am bekanntesten ist sein Song „Revolution Will Not Be Televised“ von 1974. Zunächst als Gedicht geschrieben, hat Scott-Heron es später in einen Musiktitel gewandelt, einhergehend mit seiner neuen Konzentration auf Musik statt auf Bücher und Gedichte. Heute ist dieser Titel natürlich mit den modernen, sozialen Medien nicht mehr aktuell und wir können sicher sein, dass jede noch so kleine Revolution im Fernsehen und Internet zu sehen sein wird.

Scott-Heron wird gern als Vater des Hip-Hop bezeichnet, allerdings hat Spoken Word, obwohl auch Sprechgesang, nichts mit Rap zu tun. Zumal sich Scott-Heron auch der gesamten Kultur des Hip-Hop immer verweigert hat und seine eher jazz-orientierte Musik einen ganz anderes Fokus hatte. Zumindest aber seine politischen Texte, die oft auch die Gefahren und Ängste im realen Leben der Ghettos beschrieben haben, waren sicher Vorbild für den Hip-Hop der amerikanischen Ostküste.

Letztes Jahr hat bekanntlich Richard Russell, der Chef des Labels XL Recordings, das Album „I’m New Here“ heraus gebracht. Eine Scheibe mit 15 Titeln, die meisten davon mit von Scott-Heron gesprochenen Gedichten, untermalt mit elektronischen Klängen von Richard Russell selbst. Es sind auch einige Coverversionen auf der Platte, zum Beispiel der Albumtitelgeber „I’m New Here“ von den bekannten Smog aus Texas und „Me And The Devil“ von der Blues-Legende des frühen vergangenen Jahrhunderts Robert Johnson.

Zu letzterem Song gibt es auch dieses Video. Es zeigt maskierte Jugendliche in den Straßen von New York City, wo Scott-Heron bis zuletzt gelebt hat. Die Analogie zu der Kriegsbemalung von Ureinwohnern unterstreicht das gefährliche, sich ständig im Kampf befindende Leben in den ärmlichen Stadtbezirken von NYC. Dazu passt auch der dramatische Sound des Songs. Am Ende sieht man eine taumelnde, offensichtlich angeschlagene Person, die in diesem Zusammenhang auch als Todesfigur gedeutet werden könnte.

In einer Songzeile heisst es „Me and the devil walking side by side“. Das fasst wohl ziemlich gut Gil Scott-Heron’s Leben zusammen, dessen Nachname im zweiten Teil einer Droge nicht unähnlich klingt und der sich dem Konsum von solchen auch nicht entziehen konnte (dies hat möglicherweise auch zu seinem frühen Tod beigetragen). Er wird uns auf jeden Fall immer in Erinnerung bleiben.

© Stephan Hesslich

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