Memory Tapes – Player Piano

Letztes Jahr musste mal wieder mal ein neues Mini-Musikgenre erfunden werden, diesmal mit dem schönen Namen Chillwave. Mit dahin plätschernden, kühlen Wellen hat die Musik zwar teilweise schon zu tun, birgt aber mit den sanften Synthesizer-Klängen auch leichte Anleihen an den 4AD typischen Dream-Pop Sound aus den 1980er Jahren des vergangenen Jahrtausends.

Passend zum Klischee ist Memory Tapes ein Einzelmusiker mit leichter Nerd-Tendenz. Dayve Hawke, der Mann, der hinter Memory Tapes steht, klingt etwas dance- und poporientierter und nicht ganz so verspielt. Der frühere Frontmann der Band HAiL SOCiAL aus Philadelphia hat 2009 sein erstes Album veröffentlicht. Vorher hatte er einige Sachen unter dem Namen Weird Tapes und dem weiblichen Alter Ego Memory Cassette herausgebracht, bevor er beide Namen dann zu Memory Tapes verschmolzen hat.

Die Musik hinterlässt einen entspannten und angenehmen Eindruck. Es fällt schwer, sich an einzelne Titel zu erinnern und zum Mitwippen oder gar Mitsingen ist diese Musik natürlich gänzlich ungeeignet. Die Songstrukturen sind dennoch pop-orientiert und fallen außerhalb der Kategorien Fahrstuhlhintergrund- oder esoterische Entspannungsmusik.

Chillwave wird sicher nur ein temporäres Phänomen bleiben, ist aber als Abwechslung (oder Entspannung) zwischendurch sehr interessant und immer noch tausendmal besser als jede “Café Del Mar” Kompilation.

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