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Ja Panik – Interview MusikBlog

Der Vergleich mit Blumfeld ärgert uns nicht – Ja, Panik im Interview

Ja, Panik haben in diesem Jahr nach “Ja, Panik”, “The Taste And The Money“ und “The Angst And The Money” ihr viertes Album „DMD KIU LIDT“ veröffentlicht und sind derzeit auf Tour. Dabei waren die Österreicher auch zu Gast auf dem Reeperbahnfestival in Hamburg. Dort hat MusikBlog mit Bassist Stefan Pabst und Schlagzeuger Sebastian Janata vor ihrem Auftritt im „Gruenspan“ gesprochen.

MusikBlog: Das aktuelle Album ist das erste, das nach eurem Umzug nach Berlin entstanden ist. Seid ihr von Wien nach Berlin gezogen, um euch besser vermarkten zu können?

Sebastian Janata: In Wien passiert zwar Einiges, aber die Musikszene ist sehr überschaubar. Hamburg war uns zu teuer…

Stefan Pabst: … und die Schweiz wollte uns nicht reinlassen. Also sind wir nach Berlin gezogen. Nein, im Ernst: Der Umzug hat sich angeboten, weil unser Label „Staatsakt“ schon in Berlin war.

MusikBlog: Ist euer aktuelles Album eher als ein persönliches Statement oder als eine Gesellschaftskritik zu verstehen?

Stefan Pabst: Es geht schon um persönliche Erfahrungen wie Vereinzelung… Aber es geht auch darum, wie Menschen auf gesellschaftliche Einflüsse reagieren…

Sebastian Janata: Es ist ein sehr persönliches Album. Ich würde auf keinen Fall sagen, dass es gesellschaftskritisch ist.

MusikBlog: Aber wenn man den Albumtitel „DMD KIU LIDT“, der ja für „Die Manifestation Des Kapitalismus In Unserem Leben Ist Die Traurigkeit“ steht, so liest, könnte man eine gewisse Gesellschaftskritik annehmen.

Sebastian Janata: Ja, das könnte man. Trotzdem steht der Titel nicht programmatisch für das ganze Album.

MusikBlog: Er ist kein Dogma sozusagen.

Sebastian Janata: Wir lehnen Dogmas grundsätzlich ab.

MusikBlog: War es eure Idee, die aktuell erschienene Vinyl-Single „Nevermind“ auf 300 Stück zu limitieren?

Stefan Pabst: Ja, genau. Wir wollten vor der Tour noch etwas Reizvolles rausbringen, haben uns dann für eine Vinyl 12″ als Format entschieden und „Nevermind“ als Single gewählt.

MusikBlog: Hat der Titel „Nevermind“ etwas mit dem 20-jährigen Jubiläum des Nirvana-Albums zu tun?

Sebastian Janata: Es war eher ein lustiger Zufall.

Stefan Pabst: …oder man könnte auch sagen, es war ein Marketing-Coup.

MusikBlog: Wenn man über euch liest, taucht irgendwann der Vergleich mit Blumfeld auf. Nervt euch das oder fühlt ihr euch geehrt, in einem Atemzug mit Blumfeld genannt zu werden?

Stefan Pabst: Das kommt darauf an, in welchem Zusammenhang wir genannt werden. Wenn jemand über Musik schreibt, muss er halt irgendwelche Referenzen heranziehen, um uns dingfest zu machen. Und wenn der Autor das Gefühl hat, er muss uns mit Blumfeld vergleichen, dann kann er das tun. Uns ärgert das nicht.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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