Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages
Manuellsen – M Bilal Souledition

Manuellsen – M Bilal: Souledition

Manuellsen, bürgerlich Emanuel Twellmann, seines Zeichens Rapper und Sänger aus Mühlheim an der Ruhr veröffentlichte kürzlich sein Soulalbum „M Bilal: Soul Edition“. Nachdem bereits im Oktober 2010 sein Album mit dem Titel „M Bilal“ erschien, auf welchem er vor allem als Rapper in Erscheinung trat, möchte er nun sein Talent als Sänger unter Beweis stellen.

Der 33-jährige Deutsche mit ghanaischen Wurzeln hegte bereits seit geraumer Zeit den Traum eines Tages ein reines Soulalbum abzuliefern, in der Zwischenzeit machte er Karriere als Rapper und konnte sich durch zahlreiche Features einen Namen in der Szene machen und Kontakte knüpfen. Diese spiegeln sich nun auch auf der Tracklist wieder, mit Features von Nazar, Motrip, Animus oder auch Keerush. Insgesamt befinden sich 16 Lieder auf dem Tonträger, die allesamt recht minimalistisch und elektronisch produziert wurden. Die soulige Stimme von Manuellsen begleitet schön die Melodien der Titel. Hier lässt sich vor allem der Titel „Giftig“ oder auch „Nachtschicht 2.5“ erwähnen.

Thematisch dreht sich viel um die weibliche Spezies, sei es die Geschichte um die Ex-Freundin oder profanen Sextalk. Etwas Abwechslung verspricht der Titel „Paradies“, der eine Neuinterpretation von Phil Collins‘ „Another Day in Paradise“ ist.

Produziert wurde von den Bounce Brothas, Juh-Dee und einigen anderen bekannten aus der Deutschrap Szene. Als ersten Vorgeschmack veröffentlichte Manuellsen die Single „Farben“. Nun haben Interessierte seit letzten Freitag die Möglichkeit, den gesamten Tonträger digital bei Amazon und iTunes anzuhören und zu kaufen, oder im üblichen Einzelhandel.

Zwar wurden die CD damit beworben, dass es sich um eine gänzlich neue Form des Soul in Deutschland handelt, bedient sich letzten Endes aber doch am alten Muster und kann nur mittels einiger neuzeitiger Soundeffekte auf sich aufwarten. Meinen Geschmack trifft das Album leider nicht ganz und ist mir zu theatralisch, das mag auch daran liegen, dass ich Manuellsen lieber als Rapper sehe. Dennoch sollte jeder Fan sich ein eigenes Bild davon machen.

Schreibe einen Kommentar