Bereits früh zeichnete sich ab, dass Lena Meyer-Landrut nicht eine weitere typische Castingshow-Gewinnerin ist, sondern ihren eigenen Stil, Willen und Persönlichkeit hat. Dies war sicherlich ein Erfolgsgarant für zahlreiche Fernsehauftritte sowie die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2010, den sie auch gewann.
Seitdem ist die 21-jährige Hannoveranerin Deutschland’s Liebling und bewies schnell, dass sie kein One-Hit-Wonder ist. Ihre ersten beiden Alben „My Cassette Player“ und „Good News“ charteten beide auf Position 1 der deutschen Charts. Nun ist sie mit einem neuen Longplayer zurück, der auf den Titel „Stardust“ hört und bereits beste Chancen auf eine weitere? Nummer Eins Platzierung hat.
Das neue Album umfasst 13 Songs bei einer Laufzeit von durchschnittlichen drei Minuten pro Titel. Die erste gleichnamige Single wird bereits seit einigen Wochen im Radio gespielt und scheint zahlreiche Begeisterte gefunden zu haben.
Musikalisch ist jedenfalls ein spürbarer Reifeprozess eingetreten, die Songs wirken frisch und leicht, aber dennoch deutlich erwachsener als noch ihre Debütsingle „Satellite“.
Die bekannte Mischung aus ruhigen und nachdenklichen sowie flippigen, fröhlichen Tracks, ist wieder erfolgreich angewandt worden.
Hervor stechen hier insbesondere „ASAP (ft. Miss Li)“, „Better News“ sowie „Stardust“, die einfach die Frische und Experimentierfreude von Lena wiedergeben. Der gezielte Einsatz von Glocken, Geigen oder auch Trompeten, haucht den Songs Lebensfreude ein. Dass Lena dabei wiedermal gekonnt mit ihrer Betonung umgeht, braucht eigentlich nicht erwähnt zu werden.
Ruhigere Töne erklingen bei Liedern wie „Goosebumps“ oder auch „Day To Stay“, die einen deutlichen Kontrast setzen, aber dennoch keineswegs langweilig oder gar schnulzig wirken. Ganz im Gegenteil, die soulige Stimme lädt zum Entspannen ein und bereitet einen auf die folgenden Up-Tempo Songs vor.
Summa summarum lässt sich festhalten, dass mir Lena’s Album wahnsinnig gut gefällt, denn man merkt, dass sie sich hier wirklich intensiv bemüht hat, ein tolles Werk zu produzieren. Stefan Raab hat eindeutig ein glückliches Händchen bewiesen und Meyer-Landrut auf ein sehr hohes Niveau verholfen. Ihr Name steht mittlerweile für? professionelle, geschmackvolle Musik.

Eine Antwort
Nett geschrieben, aber Stefan Raab hatte rein gar nichts mit dem Album zu tun. Lena hat das in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, aber definitiv ohne Raab geschafft.