Travis - Where You StandTravis ist für Schottland eines der großen Aushängeschilder wenn es um gute Musik geht. Die dem Britpop und teils auch Rock zugeordnete Band, die sich im Jahre 1990 zusammenfand, steht nach einer 5-jährigen Schaffenspause wieder mit einer neuen LP in den Startlöchern. “Where You Stand” heißt das gute Stück und nach der mehrjährigen Abstinenz ist die Frage nach dem Stand der Dinge durchaus berechtigt. Das Quartett rund um Frontmann Fran Healy war mit dem Song “Sing” aus dem Jahr 2001 wohl jedermann geläufig und setzte hiermit auch einen Meilenstein in der Musikgeschichte, die Auszeichnung “Best British Group” ernteten Travis gleich mehrfach.

Diese unvergleichliche Leichtigkeit und Unbeschwertheit war es, die den Hörer so fesselte und mit “Where You Stand” scheinen sie an diese Zeiten anknüpfen zu wollen. Das die schottische Band für ihre exzentrischen und skurrilen Videos bekannt ist, ist ein offenes Geheimnis – und unterstreicht die eigenständige Philosophie von Travis, die sie deutlich von anderen dieses Genres abhebt. Nachdem ihr erstes Album bereits 1997 erschien, aus einem Land das bereits viele etablierte Musiker hervorbrachte, folgt nun ein 13 Titel starkes Siebtes. Neben der grandiosen Single als Vorboten, vermittelt vor allen Dingen “Reminder” das eingangs erwähnte Gefühl der Schwerelosigkeit.

Ebenfalls unbeschwert und Travis sehr ähnlich sehend ist “A Different Room”, welches eine tolle unangespannte Atmosphäre verbreitet. Ein richtiger Earcatcher oder Milestone aber fehlt, auch wenn dies wahrlich keine einfache Aufgabe ist, geschweige denn Kalkül. Das hauptsächlich mit nachdenklichen Texten und ruhigere Töne anschlagende Werk weiß besonders mit dem Reiz der alten Schule zu glänzen, ohne verschnörkelte Effekthascherei. Dies wird besonders auf dem bewegenden Track “Anniversary” klar, der den Tenor der Platte gut umfasst. Eine solide CD einer sehr starken und maßgeblich beeinflussenden Band, die es wert ist näher betrachtet zu werden.

Facebook
Twitter

Schreibe einen Kommentar

Login